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"Wenn wir unser Maximum erreichen, können wir weiterkommen!"

Vor dem Startschuss in der UEFA Champions League spricht unsere Nummer 1 mit uns über die anstehenden Spiele, die erhöhte Belastung der Englischen Wochen und das Wiedersehen mit Paris Saint-Germain

Vor dem Start in die neue Champions League Saison ist unsere Nummer 1 bei uns. Pete, bisher sind wir ja ganz gut in die Saison gestartet, was macht uns denn als Team aktuell so gut und wo gibt’s denn noch Verbesserungspotential?

Ja, Verbesserungspotential gibt’s natürlich immer. Was unser Spiel angeht, könnten wir vielleicht im Vergleich zum Ende der letzten Saison nochmal einen Schritt nach vorne machen. Wir sind mit dem Ball vielleicht noch präziser geworden und unser Gegenpressing hat sich sehr verbessert. Das zeichnet uns immer aus und ist das, was RBL-Fußball bedeutet. Pressing, Gegenpressingnach Ballverlust, den Ball schnell wieder erobern. Das haben wir jetzt in den letzten Wochen viel besser gemacht und hilft dann natürlich auch unserem Spiel mit dem Ball. Das ist für uns immer der Schlüssel, wie wir gegen den Ball spielen. Das war in den letzten Wochen sehr, sehr stark.

Hast du gemerkt, dass sich die Mannschaft nochmal verändert hat, mit ein paar Abgängen, jetzt aber auch einigen neuen im Team?

Die neuen Spieler haben natürlich etwas Zeit gebraucht. Wir haben noch nicht viel Trainingszeit gehabt und wir werden noch weniger haben. Dadurch wird es nicht immer einfach, aber wir versuchen inhaltlich auch viel mit Videos zu machen und so gezielter, wenn wir Zeit auf dem Platz haben, diese auch nutzen.

Die Spieler, die letzten Sommer oder auch im Winter gekommen sind, jetzt besser integriert. Wir als Mannschaft sind sehr stark und sind, wenn man unseren Kader anschaut, richtig gut besetzt und bereit für die schwere Phase, die vor uns liegt. Wir sind alle hungrig und haben letzte Saison gesehen, was man erreichen kann. Unser Ziel ist klar, wir wollen so lange wie möglich in den K.-o.-Runden dabeibleiben und in der Bundesliga mindestens das wiederholen, was wir letzte Saison erreicht haben.

Am Dienstag starten wir im Heimspiel gegen Basaksehir Istanbul in die neue Champions-League-Saison. Vor dem Duell mit dem türkischen Meister haben wir mit unserer Nummer 1 Péter Gulácsi gesprochen.

Es geht Schlag auf Schlag, vor zwei Monaten habt ihr noch das Champions-League-Halbfinale gespielt. Normal ist da ein viel größerer Abstand dazwischen, jetzt geht es schon wieder los mit der Gruppenphase. Ist das irgendwie ein Vorteil, dass ihr noch besser im Rhythmus seid?

Oder wie siehts du das mit der Sommerpause, dass sie quasi einfach weggefallen ist?

Ja, natürlich ist das nicht optimal, aber wir haben auch oft gesagt, dass derzeit, nicht nur im Fußball, sondern in der ganzen Welt, gar nichts optimal ist. Wir müssen das so annehmen und wir haben das auch gut gemacht. Wir haben trotzdem genug Pause gehabt, um zu regenerieren und wieder die Akkus zu laden und wir sind einfach hungrig und bereit für diese neue Saison und die Herausforderungen, die vor uns liegen. Die Champions League ist etwas ganz Besonderes. Nicht umsonst kämpfen wir ein ganzes Jahr in der Bundesliga, um unter die ersten Vier zu kommen und wenn man dann in der Champions League dabei ist, ist das für jeden Spieler ein Highlight.

Wir wollen auch diese Saison das Beste herausholen. Von den Namen her ist unsere Gruppe wahrscheinlich stärker als letzte Saison, aber wir haben gesehen, aus unserer Gruppe kamen letzte Saison zwei Halbfinalisten. Das kann man vorher niemals wissen.

Du sagst, es ist eine ziemlich schwere Gruppe in Gruppe H, größere Namen als letztes Jahr. Trotzdem nicht unmöglich. Wie siehst du unsere Chancen?

Ja, nach unserer letzten Saison müssen wir uns auch nicht verstecken. Natürlich, was Namen, Budget usw. angeht, sind zwei Mannschaften vor uns in der Gruppe. Aber was die spielerische Qualität und die Mannschaft angeht, glaube ich nicht, dass wir Außenseiter sind. Wir haben eine richtig gute Chance, in dieser Gruppe weiterzukommen, wenn wir unser Maximum erreichen. Das ist der Schlüssel.

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In Lissabon hatte Pete gemeinsam mit uns seinen wohl größten sportlichen Moment. Zusammen zogen wir ins Halbfinale ein und er war mit starken Paraden maßgeblich daran beteiligt.

Wie war die Reaktion in der Mannschaft nach der Auslosung? Nicht schon wieder PSG? Oder wie waren die Reaktionen der Jungs?

Ich finde es gar nicht so schlecht, gegen PSG zu spielen, weil wir nach dem Halbfinale alle sehr enttäuscht waren. Nicht, weil wir verloren haben, sondern kein gutes Spiel gemacht haben.
Deswegen haben wir uns etwas leer gefühlt, weil wir an dem Tag keine gute Leistung gebracht haben. Klar kann man das Was-wäre-wenn-Spiel spielen, aber wir können jetzt allen zeigen, dass wir viel besser sind, als wir im Halbfinale gezeigt haben. Also eher eine zusätzliche Motivation, dass man sagt, wir wollen PSG jetzt schlagen, wir wollen die Revanche. Klar wird es nicht einfach, sie haben weiterhin eine unglaubliche Qualität, aber wir können es viel besser und unangenehmer für PSG machen - das ist unser Ziel. Klar wollen wir auch gegen United Punkte holen. Başakşehir ist auch ein schwerer Gegner.

Sie haben, wenn man ihren Kader anschaut, auch viele erfahrene Spieler mit viel Qualität. Da müssen wir auch sehr aufmerksam sein.

Richtiger Punkt, jetzt zum Auftakt kommt das Team aus Istanbul. Irgendwie ja auch schwierig, weil man kennt das Team nicht so richtig. Sie sind auch zum ersten Mal in der Champions League mit dabei. Auch viele Spieler, die erfahren sind, aber auch viele Spieler, die man nicht so kennt. Macht es das ganz besonders schwer, so ein Team, das unbekannt ist?

Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite müssen wir uns auf uns konzentrieren. Analysieren können wir unseren Gegner trotzdem, wir haben genügend Spiele von ihnen gesehen. Da kann man schon ein erstes Gefühl oder einen Eindruck bekommen. Viel wichtiger ist, wie wir an dem Tag spielen. Das haben wir bisher in der Saison sehr gut gemacht. Wir brauchen einfach eine aggressive, aktive, mutige Leistung und wenn wir das machen, haben wir eine gute Chance, die drei Punkte zu holen.

Wie wichtig ist das auch, klar es gibt sechs Gruppenspiele, man hat dann auch mehrere Möglichkeiten, aber der Auftakt ist dann natürlich schon ganz besonders wichtig oder?

Ja, auf jeden Fall. Hier gibt’s wenige Chancen, Spiele zu korrigieren. Wir müssen schauen, dass wir ab dem ersten Spiel voll dabei sind. Klar, wenn man die Rolle in der Gruppe sieht, ist das, wenn man weiterkommen will, ein Spiel, wo man möglicherweise drei Punkte braucht. Wir werden natürlich auswärts gegen United oder PSG nochmal sehr schwierige Spiele haben, wo wir nicht der Favorit sind, aber mit einer Überraschung Punkte holen können. Zuhause wollen wir unsere Spiele gewinnen, deshalb ist es sehr wichtig, dass wir mit einem Sieg starten.

Also insgesamt eine sehr schwierige, aber auch sehr spannende Gruppe in der Champions League.

Vielen Dank, Péter.

Wir freuen uns auf den Start und wünschen dir und dem Team schon mal alles Gute.


Danke.
 

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Ab Dienstag wieder das Objekt der Begierde: Der ikonische Henkelpott war in Lissabon fast zum Greifen nah! Pete will ans Maximum gehen, um wieder in die K.O.-Runde einzuziehen!
1. Spieltag Champions League
RB Leipzig

Di

20. Oktober

İstanbul Başakşehir FK
21.00 Uhr
RB Arena, Leipzig
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