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„Wir wollen RB Leipzig krisenfest machen!“

RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff äußert sich zum öffentlichen Jahresabschluss für die Saison 2018/19

Unser Geschäftsführer Oliver Mintzlaff äußerte sich am Sonntag gegenüber den Medien (BILD, kicker, dpa, sid) zum öffentlichen Jahresabschluss für die Saison 2018/19.

Aus dem Jahresabschluss geht hervor, dass die Red Bull GmbH (Hauptgesellschafter der RasenBallsport Leipzig GmbH) Darlehens-Forderungen in Höhe von 100 Millionen Euro in die Kapitalrücklage der RasenBallsport Leipzig GmbH zum 1. Mai 2019 eingebracht und die dahingehende Forderung an die Gesellschaft abgetreten hat.

Die Aussagen zu diesem Sachverhalt haben wir nachfolgend zusammengefasst:


Oliver Mintzlaff über …

… den Grund für Umwandlung des Fremdkapitals in Eigenkapital:

  • „Die Umschuldung wurde bereits im April 2019 beschlossen und vollzogen, um die Eigenkapitalquote zu steigern, den Klub so weiter zu stärken und um dadurch national und perspektivisch auch international dauerhaft aufschließen zu können.“


… eine mögliche bilanzielle Überschuldung:

  • „Eine bilanzielle Überschuldung hat und hätte zu keinem Zeitpunkt gedroht. Seit Bestehen von RB Leipzig wurde jedes Jahr ein Gewinn erwirtschaftet. Es geht jetzt darum, den Klub nach zehn erfolgreichen Jahren auch für die kommenden Jahre und Ziele handlungsfähig und krisenfest zu machen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Fußball auf Grund der Corona-Krise hat sich unsere Entscheidung – unerwartet kurzfristig – als absolut richtig herausgestellt.“


… eine Beleihung des neuvorhandenen Eigenkapitals:

  • „Wir wollen eine wirtschaftlich gesunde Basis für unseren Klub schaffen, die durch einen möglichst breiten Einnahmemix getragen wird. Verbindlichkeiten spielen dabei eine untergeordnete Rolle, zumal dort die nationalen und internationalen Verbände auch Rahmenbedingungen geschaffen haben, die von allen Klubs gleichermaßen einzuhalten sind. Das ist im Übrigen ein Schritt und eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen.“


… den Impuls für den Schritt zur Umwandlung des Fremdkapitals in Eigenkapital:

  • „In der Vergangenheit wurde der Kapitaldienst von RB Leipzig gegenüber Red Bull immer vollumfänglich geleistet. Nur stellt sich für den Gesellschafter natürlich die Frage, ob eine langfristige Abbezahlung des Darlehens wirtschaftlich sinnvoller ist, oder eine weitere Stärkung des Klubs. Hier haben wir uns als Klub zusammen mit Red Bull für die zweite Variante entschieden.“


… seine Aussage im Januar zur vollumfänglichen Rückzahlung der Kredite von RB Leipzig an Red Bull als vermeintlicher Gegensatz zu der Transaktion:

  • „Wir waren in Bezug auf die Verbindlichkeiten immer transparent und haben immer die Wahrheit gesagt. Dafür muss man diesen Vorgang bilanziell verstehen und das Vorgehen entsprechend einordnen.  Natürlich zahlen wir Darlehen und bei Bedarf auch die aufgelöste Kapitalrücklage an Red Bull zurück. Das Red Bull und RB Leipzig einen Teil der Darlehen von Fremd- in Eigenkapital umgewandelt haben, ist ein normaler, üblicher Vorgang. Red Bull schenkt uns dadurch keinen Cent – und wir haben so logischerweise auch keinen Cent mehr auf dem Konto. Und auch Red Bull verliert dadurch nichts an RB Leipzig.“


… die Tatsache, dass RB Leipzig das Geld nicht geschenkt wurde:

  • „Uns wurde das Geld nicht geschenkt, weil es – wie in anderen Branchen auch – im Fußball und auch für RB Leipzig in der Regel ‚nichts geschenkt‘ gibt. Das ist also zu allererst eine unternehmerische Entscheidung von Red Bull. Dafür gibt es aber auch eine Vielzahl von weiteren Gründen, zum Beispiel werden Transferleistungen ohne einen marktüblichen Gegenwert von den Verbänden im Rahmen der Lizenzierung gar nicht berücksichtigt.

    Auch steuerlich wäre eine ‚Schenkung‘ durch ein Unternehmen völlig anders zu bewerten. Jeder, der sich intensiver mit dieser sicherlich komplexen Thematik beschäftigt, erkennt hier nichts Unübliches oder gar Befremdliches, sondern nur einen marktüblichen Vorgang.

    Es handelt sich hierbei um keinen Schuldenerlass. Neben der umgewandelten Kapitalrücklage bestehen ja auch noch weitere Darlehensverbindlichkeiten. Diese würden wir in der jeweiligen Höhe und im Falle einer Auflösung der Kapitalrücklage mit den aufgelösten Rücklagenbeträgen selbstverständlich zu marktüblichen Konditionen zurückzahlen. Darüber hinaus bekommt Red Bull seinen Zinsverlust in Form einer Vorabdividende ausgeglichen."

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