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"Der Fußball will keine Sonderrolle einnehmen!"

RB Leipzig Geschäftsführer Oliver Mintzlaff u.a. über die Fortführung des Spielbetriebs, die nächste Transferperiode und eine Austragung der Champions League

RB Leipzig Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat sich in einer virtuell abgehaltenden Medienrunde zu den Konzepten der Liga-Fortführung und weiteren aktuellen Themen geäußert.

Oliver Mintzlaff über ...
 
… die aktuelle Situation im Verein:

  • "Viele für das Jahr 2020 geplante Investitionen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt logischerweise erst einmal zurückgestellt worden. Wir werden rund 20 Millionen Euro weniger Einnahmen vorweisen können, als wir eigentlich eingeplant haben. Aus verschiedenen Szenarien haben wir nun jenes herausgearbeitet, das die wenigsten Folgen mit sich bringt. Dieses Szenario sieht aktuell vor, dass wir die verbleibenden Spiele vor leeren Rängen absolvieren und uns für die Champions-League-Gruppenphase qualifizieren."


 … die Austragung der verbleibenden Ligaspiele:

  • "Aus unserer Perspektive starten wir im optimalen Fall am 16. Mai mit dem ersten Nachholspiel. Wir wünschen uns, dass wir wieder spielen können, aber am Ende entscheiden es die politischen Verantwortungsträger. Wir agieren aus keiner Position heraus, aus der wir uns das optimale Szenario wünschen können.

    Es existiert allerdings ein schlüssiges Gesamtkonzept zum Weiterführen des Spielbetriebs und wir warten nun auf die Entscheidungen. Ich möchten betonen, dass der Fußball keine Sonderrolle einnehmen möchte, jedoch ist er ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in unserer Gesellschaft und die Austragung der verbleibenden Spiele und die damit verbundenen TV-Einnahmen sind wesentlicher Bestandteil einer Existenzsicherung vieler wenn nicht aller Vereine."


… die Herstellung der gesundheitlichen Grundvoraussetzungen:

  • "Unser Teamarzt Percy Marschall führt zum gegenwärtigen Zeitpunkt Corona-Tests unserer Spieler durch. Diese werden in einem Labor in Berlin untersucht und am Montag erneut wiederholt.

    Falls die Behörden nach den hoffentlich negativen Tests grünes Licht für Mannschaftstraining geben, ist es wichtig, dass dann alle Bundesligisten einsteigen können und wir dieselben Voraussetzungen haben können."


… den Transfermarkt und möglicher Transfers von Leistungsträgern:

  • "Wir haben nicht vor, unsere Spieler unter Wert zu verkaufen. Wir kennen die Laufzeiten der Spielerverträge und für uns ist es keine Option, dass ein Spieler, insbesondere ein Leistungsträger, den Verein ablösefrei verlässt. Aktuell haben wir einen hervorragenden Kader, der internationale Klasse aufweist.

    Sollten wir nicht auf dem Transfermarkt aktiv werden, sind die Voraussetzungen für sportlichen Erfolg in der kommenden Saison dennoch gewährleistet. Die Notwendigkeit zu verkaufen, sehe ich daher nur bedingt. Unsere Mannschaft hat unter unserem Trainer Julian Nagelsmann eine fantastische Entwicklung genommen und wird sich noch weiter steigern können. Daher sehe ich dem Transferfenster entspannt entgegen."


... weitere Gehaltskürzungen der Spieler:

  • "Dies muss auf einer freiwilligen Basis geschehen und ist aus diesem Grund nicht so einfach. Wir werden mit der Mannschaft sprechen, sobald klar ist wie die neue Saison aussieht, sind uns aber sicher, dass sowohl unsere Spieler als auch das Trainerteam und Akteure im Management ihren Beitrag leisten werden. Ich werde mich verstärkt dafür einsetzen, dass ein solcher Umgang in Krisenzeiten auch zu einem ligaweiten Thema wird und habe vor, in diesem Bereich als treibende Kraft zu agieren."


… die Austragung der Champions League:

  • "Die UEFA beschäftigt sich natürlich mit diesem Thema und ist hierbei insbesondere mit den nationalen Ligen im Austausch. Aber auch wir gehen proaktiv auf den Verband zu und stellen sicher, dass wir stets die neusten Informationen vorliegen haben.

    Zwar stellen die Abbrüche der Ligen in manchen Ländern nicht die beste Voraussetzung für einige Vereine dar, jedoch bin ich der Meinung, dass der Wettbewerb zu einem verspäteten Zeitpunkt fortgeführt wird, sodass die betroffenen Clubs wieder im Trainingsbetrieb sein werden. Eine Entscheidung gibt es diesbezüglich aber noch nicht."
     

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