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Zsolt Löw: „Ich habe in Leipzig drei wunderschöne Jahre verbracht“

Vor dem Spiel am Montagabend spricht unser ehemaliger Co-Trainer Zsolt Löw über seine Zeit bei Leipzig und seine neuen Aufgaben beim französischen Meister Paris Saint-German

Zsolt, seit Sommer 2018 bist du Co-Trainer beim hochambitionierten Topklub Paris St.-Germain. Hast du ab und an auch etwas Freiraum, um das wunderschöne Paris zu erkunden?

Meine Frau und meine Kinder genießen Paris in vollen Zügen – ich komme jedoch kaum dazu (lacht). Manchmal gehe ich mit meiner Frau frühstücken oder mit Freunden Abendessen, dann kommt man fast automatisch an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei. Aber unser Programm mit Liga, Pokal und Champions League ist so straff, dass noch ein paar Erkundungstouren durch die Stadt ausstehen.

Dann bleibt vermutlich wenig Zeit, Kontakt mit deinen ehemaligen Leipziger Weggefährten zu halten?

Während der Saison kann ich die Kontakte nicht so intensiv pflegen, wie ich es möchte. In der Winterpause habe ich es zumindest geschafft, mich mit Ralf Rangnick auszutauschen. Und vor ein, zwei Wochen erst habe ich mit Péter Gulácsi und Marcel Sabitzer geschrieben. In jedem Fall verfolge ich es sehr intensiv, was diese Saison in Leipzig passiert.

Du bist unserem Klub also weiterhin verbunden?

Sehr sogar. Ich habe in Leipzig drei wunderschöne Jahre verbracht – und alle drei Jahre waren erfolgreich. Dabei habe ich viele Freunde gefunden und tolle Menschen kennengelernt. Egal ob Ralf Rangnick oder Oliver Mintzlaff, die Kollegen aus dem Trainerstab oder der Medienabteilung: Wir haben eine sehr intensive Zeit erlebt, die uns zusammengeschweißt hat. Und weil es eine positive Zeit war, blicke ich sehr gerne darauf zurück. Daher bleibt Leipzig immer in meinem Herzen.

Wie schätzt du die aktuelle sportliche Lage ein?

Obwohl viele Spieler sehr jung sind, verfügt die Mannschaft über vergleichsweise große Erfahrung. Die meisten Spieler waren schon mit dabei, als wir in der ersten Bundesliga-Saison Zweiter wurden und in die Champions League eingezogen sind. Durch diese Partien in der Königsklasse und in der Europa League haben sich die Jungs enorm entwickelt. Die Mannschaft wirkt jetzt sehr gefestigt, spielt ohne große Schwankungen auf hohem Niveau und holt regelmäßig Punkte …

… momentan 41, womit wir auf Tabellenplatz 4 stehen.

Hinzu kommt, dass Leipzig in der Rückrunde nicht mehr international dabei ist. Dadurch kann man sich besser erholen und noch mehr auf die Ligaspiele vorbereiten und fokussieren. Das sind beste Voraussetzungen, um auch am Ende auf einem Champions-League-Platz zu stehen.

Nächste Saison könnte es dann ja ein Wiedersehen in der Königsklasse geben!

Um ehrlich zu sein, würde ich ein direktes Aufeinandertreffen gerne vermeiden. Denn ich würde Leipzig ungern besiegen und wehtun wollen. Wenn es in einem Finalspiel zu einem Wiedersehen kommt, okay, dann kann man es nicht vermeiden – alle Freundschaften müssten dann für 90 Minuten ruhen. Aber es wäre besser, wenn das vorher nicht unbedingt nötig ist.

Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass Paris in einem europäischen Finalspiel steht, ja auch ungleich höher ist als bei uns …

Ach, wer weiß … (lacht)

Um die Königsklasse zu erreichen, könnten wir gegen Hoffenheim wichtige Punkte einfahren. Was erwartest du vom Duell deiner beiden ehemaligen Vereine?

Zwei starke Mannschaften mit jeweils sehr guten Trainern treffen aufeinander. Aber ich denke, dass RBL die besseren Karten hat. Während Hoffenheim eine Saison mit Höhen und Tiefen spielt, ist die Leipziger Form deutlich stabiler. Hinten verteidigt die Mannschaft sehr gut und kassiert nur wenige Gegentore. Und vorne befindet sich Yussuf Poulsen in der Form seines Lebens. Deshalb glaube ich an einen Leipziger Heimsieg, was ein großer Schritt in Richtung Champions League wäre.

Von Juli 2006 bis Dezember 2008 hast du das Hoffenheimer Trikot getragen. Pflegst du noch Kontakte zur TSG?

Ich bin eng befreundet mit Stürmer Adam Szalai, meinem ungarischen Landsmann. Zudem habe ich ab und zu Kontakt mit Julian Nagelsmann. Als wir in der Bundesliga mit Leipzig und Hoffenheim aufeinandergetroffen sind, waren das intensive Angelegenheiten an der Seitenlinie, die aber jedes Mal sehr fair und taktvoll abliefen. Wir schätzen uns gegenseitig. Als er in der Gruppenphase der Champions League auf Olympique Lyon getroffen ist, hat er bei uns sogar nach Videomaterial gefragt. Aber nicht nur deshalb verfolge ich auch Hoffenheim intensiv – vor allem nämlich, weil ich damals eine sehr erfolgreiche Zeit als Spieler hatte.

Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?

Ich war damals Nationalspieler von Ungarn, und es war überhaupt nicht geplant, zu Hoffenheim zu wechseln. Der Klub spielte damals in der 3. Liga. Doch Ralf Rangnick hat mich mit seinen Visionen überzeugt. Die Wertschätzung und der Glaube an ihn waren so groß, dass ich diesen riskanten Schritt gewagt habe. Und es wurde eine großartige Zeit. Von der 3. Liga sind wir bis in die Bundesliga durchmarschiert. Das war die Zeit, als Hoffenheim nach der Hinrunde 2008/09 vor dem FC Bayern stand. Insofern habe ich den maximalen Erfolg miterlebt. Deshalb wird Hoffenheim genau wie Leipzig immer in meinem Herzen sein.

In der Winterpause 2008/09 bist du nach Mainz gewechselt, während Hoffenheim in der Rückrunde noch auf Platz 7 abgerutscht ist. Salopp gefragt: Wärst du in Hoffenheim geblieben, hättet ihr die Schale geholt?

(lacht) Mein spielerischer Einfluss war zu dieser Zeit nicht mehr allzu groß. Vielleicht hätte ich mit meiner Erfahrung außerhalb des Platzes noch etwas mithelfen können. Aber die Zeit war reif, eine neue Herausforderung anzunehmen. Und man darf nicht vergessen: Wenn ich nicht nach Mainz gewechselt wäre, hätte ich dort Thomas Tuchel nicht kennengelernt. Und dann wäre ich jetzt nicht hier in Paris.

Hattest du damals direkt einen guten Draht zu Tuchel, dem heutigen Chefcoach von PSG?

Als ich nach Mainz gewechselt bin, sind wir von der 2. Liga in die Bundesliga aufgestiegen – der dritte Aufstieg in meiner Karriere. Thomas wurde dann erst nach dem Aufstieg unser Trainer.
 

Vorher führte Tuchel die Mainzer A-Jugend zur Deutschen Meisterschaft 2009 …

Ich habe dann zwei Jahren mit ihm zusammengearbeitet, doch die Zeit war bei mir von Verletzungen geprägt. Erst am Ende habe ich noch ein paar Spiele machen können, ehe ich meine Karriere im Sommer 2011 beenden musste. Es ist jetzt also nicht so, dass ich 100 Tore für ihn geschossen habe (schmunzelt), aber menschlich hat es einfach gepasst. Genauso wie bei Ralf Rangnick …

… der dich nach deinem Karriereende 2011 zum Trainer formte.

Genau. Ralf Rangnick habe ich alles zu verdanken, weil ich ohne ihn nicht Trainer geworden wäre. Er und Helmut Groß haben meine Trainerkarriere geprägt und standen zu jeder Zeit an meiner Seite.

Deine Stationen in Hoffenheim und Mainz waren also ein echter Glücksfall für deinen weiteren Weg!

Stimmt, denn dadurch konnte ich meinen Weg als Trainer einschlagen. Sowohl Ralf Rangnick als auch Thomas Tuchel haben im Laufe ihrer Karriere mit Hunderten von Spielern zusammengearbeitet. Und ich bin einer der ganz wenigen Glücklichen, die von ihnen für eine besondere Aufgabe auserwählt wurden. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Aber das war natürlich auch kein Zufall, weil ich immer versuche, meine Chancen zu nutzen und mich ständig fortzubilden.

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"Ralf Rangnick habe ich alles zu verdanken..."

Wie lief das damals 2012, als dich Ralf Rangnick nach Österreich zum FC Liefering lotste?

Begonnen habe ich dort als Co-Trainer in der 3. Liga Österreichs. Das war sicherlich kein Sahnehäubchen. Es war also nicht so, dass ich sofort einen absoluten Top-Job bekommen hätte. Nein: Ich habe mir meine Chancen hart erarbeitet. Damals hatte ich auch noch keinen Trainerschein, den musste ich erst noch machen.

Wie ging es dann weiter?

Von der 3. Liga sind wir aufgestiegen in die 2. Liga. Daraufhin wurde ich befördert und konnte als Co-Trainer von Salzburgs Erstliga-Team fungieren – an der Seite des heutigen Frankfurter Trainers Adi Hütter. Nachdem wir auf Anhieb Meister und Pokalsieger wurden, ergab sich die Möglichkeit, mit Ralf nach Deutschland in die 2. Liga zu gehen ...

… und auch hier in Leipzig ging es für dich weiter steil bergauf …

Wir sind direkt in die Bundesliga aufgestiegen, wurden Zweiter hinter dem FC Bayern und haben anschließend eine gute internationale Premiere gefeiert. Insofern verlief meine Trainer-Karriere immer Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Und als nächster Schritt hat nun der Co-Trainer-Posten bei PSG sehr gut gepasst.

Wie ist es nun für dich, Weltstars wie Neymar und Kylian Mbappé zu trainieren?

Schon immer habe ich es so gehandhabt, dass Namen für mich keine Rolle spielen. Im ersten Moment sehe ich nur den Menschen, nicht den Sportler. Es sind für mich also normale Menschen, die einen enormen Druck aushalten müssen. Ich versuche, sie in allen Bereichen so gut wie möglich zu unterstützen, egal ob menschlich oder fachlich. Wobei es schon so ist, dass Neymar oder Mbappé in der Öffentlichkeit ganz besonders im Fokus stehen.

Wie macht sich das bemerkbar?

Weil so vieles auf sie einprasselt, sind sie vorsichtige Menschen, die sich neuen Personen gegenüber nicht so schnell öffnen. Doch ich kenne sie jetzt schon sieben, acht Monate lang und habe eine sehr gute Beziehung mit ihnen aufgebaut. Sie wissen, dass ich für sie ein Unterstützer bin. Und für mich ist es eine große Ehre, tagtäglich mit ihnen, den derzeit besten Fußballern überhaupt auf dem Trainingsplatz zu stehen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Ich lebe gerade meinen Traum – und das schon seit Jahren.
 

+++ Zur Person Zsolt Löw +++

Als Spieler marschierte der 39-jährige Ungar mit Hoffenheim von 2006 bis 2008 von der 3. Liga in die Bundesliga durch. Als RBL-Co-Trainer von 2015 bis 2018 ging es von der 2. Liga bis in die Königsklasse.

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Zsolt Löw blickt gern auf die Zeit in Leipzig zurück

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