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Expedition Europa endet mit 2:5-Niederlage in Marseille!

Bruma bringt RBL früh nach vorn (2.) | Offensiv-Starkes Marseille dreht das Spiel durch ein Ilsanker-Eigentor (6.), Sarr (9.) und Thauvin (38.) | Augustin kann verkürzen (56.) | Payet (60.) und Sakai (90.+4) sorgen für Entscheidung | Sabitzer kugelt sich die Schulter aus, Upamecano mit Oberschenkelproblemen

Unsere Expedition Europa endet in Marseille! Im Rückspiel der UEFA Europa League mussten wir vor 60.000 Zuschauern im Stade Vélodrome (darunter 600 RBL-Fans) eine 2:5-Niederlage gegen Olympique Marseille hinnehmen und scheiden – trotz des 1:0-Sieges im ersten Duell – damit aus dem Wettbewerb aus.

Es war eine irre Anfangsphase mit einem Traumstart für uns. Bruma traf nach zwei Minuten zum 1:0. Doch dann zündete Marseille ein Offensiv-Feuerwerk und war vor allem bei Standards unglaublich gefährlich. Stefan Ilsankers Eigentor führte zum Ausgleich (6.), Bouna Sarr markierte wenig später die Führung für die Gastgeber (9.), die Florian Thauvin kurz vor der Pause ausbaute (38.).

Marseille war auch nach dem Seitenwechsel offensiv aktiver – den nächsten Treffer schoss aber Rot-Weiß, als Jean-Kévin Augustin die starke Vorarbeit von Naby Keita zum 2:3 veredelte (56.). Dimitri Payet sorgte vier Minuten darauf jedoch für das vierte Tor der Franzosen (60.). Yussuf Poulsen hatte in der Nachspielzeit die Riesen-Chance zum 3:4, stattdessen konterte OM und Hiroki Sakai schob zum 2:5-Endstand aus unserer sich ein.

Glückwunsch an Marseille! Dennoch können wir verdammt stolz auf unseren ersten Auftritt auf internationaler Bühne sein. Und wir wollen wiederkommen!


Trainer-Fazit Ralph Hasenhüttl:

  • "Wir haben bereits in den ersten zehn Minuten den kompletten Vorsprung wieder hergegeben. Da muss man schon schlucken, wenn wir eine so gute Ausgangsposition so leichtfertig aus der Hand geben.

    Wenn man solche Fehler macht, wie wir sie heute gemacht haben, kommt man auf europäischer Ebene nicht weiter. Auch wenn wir probiert haben, den Kampf anzunehmen, haben wir es Marseille heute viel zu häufig viel zu einfach gemacht. Es war eine sehr interessante erste internationale Saison für uns, aus der wir dennoch viel mitnehmen können."

Auswertung

Personelles:

 

  • Yussuf Poulsen bestritt sein 170. Pflichtspiel für RB Leipzig und löst damit Dominik Kaiser als Rekordspieler ab.
     
  • Ralph Hasenhüttl nahm im Vergleich zum Hinspiel drei Änderungen vor: Stefan Ilsanker (diesmal als Rechtsverteidiger), Kevin Kampl (50. Europapokal-Spiel) und Marcel Sabitzer standen in der Startelf.
     
  • Timo Werner saß nach Oberschenkelproblemen auf der Bank.
     
  • Bruma netzte zum 1:0 und traf zum dritten Mal in der UEFA Europa League.
     
  • Jean-Kévin Augustin traf zum 2:3 und zweiten Mal in diesem Wettbewerb.
     
  • Marcel Sabitzer kugelte sich in der 61. Minute die linken Schulter aus und wurde noch in der Nacht in einem Krankenhaus in Marseille behandelt. Bereits im November 2017 war der Offensivspieler an dieser Schulter verletzt und fiel wochenlang aus. Wir hoffen, dass es diesmal nicht ganz so schlimm ist.

  • Auch Dayot Upamecano (Oberschenkel) mussten angeschlagen vorzeitig vom Feld. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

 

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Nach Monaco, Istanbul, Porto, Neapel und St. Petersburg gastierten wir nun in Marseille.

Live-Höhepunkte:


2. Minute, TOOOR FÜR RBL:
Was für ein Auftakt! Naby Keita wird auf rechts freigespielt und nimmt im Strafraum Jean-Kévin Auustin mit. Dessen Querpass lässt Kevin Kampl für Bruma liegen, der aus 15 Metern flach ins lange Eck zum 1:0 versenkt.

6. Minute, Tor für Marseille:
Die Antwort der Gastgeber folgt vier Minuten später. Wir bekommen einen Eckball von rechts nicht geklärt, Péter Gulácsi wehrt den unkontrollierten Abschluss von Konstantinos Mitroglou schließlich an Stefan Ilsankers Brust ab, von wo der Ball zum Ausgleich hinter die Linie fällt.

9. Minute, Tor für Marseille:
Puh! Nach einer RBL-Ecke kontert Marseille lehrbruchreif. Dimitri Payet Diagonalball donnert Florian Thauvin volley aufs Tor – Gulácsi hält stark. Nachschuss Thauvin – Gulácsi hält stark. Doch den dritten Versuch setzt Bouna Sarr zum 1:2 aus Leipziger Sicht ins Netz und lässt unserem Torwart keine Abwehrchance.

16. Minute:
Es schien, als ob wir uns gefangen hätten, doch dann ist wieder Olympique da. Payet schlenzt des Leder mit links aus 25 Metern in den Winkel – der Treffer zählt allerdings nicht, da Mitroglou zuvor Ilsanker regelwidrig gefoult hatte. Korrekte Entscheidung, dennoch Glück für uns.

25. Minute:
Nun ist endlich etwas Ruhe in der Partie. Die Leipziger Bullen sind um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht, haben nun mehr Ballbesitz. Noch fehlen allerdings die klaren Chancen, um sich hier wieder zurückzumelden.

32. Minute:
Nehmen wir als Torschuss mit. Dayot Upamecano kommt nach einer Kevin-Kampl-Ecke zum Kopfball, OM-Kepper Yohann Pelé pflückt sich das Spielgerät problemlos.

38. Minute, Tor für Marseille:
Wieder hebelt ein ruhender Ball die RBL-Abwehr aus. Payet serviert einen Freistoß von halbrechts, Florian Thauvin ist am Fünfmeterraum zur Stelle und schiebt unter dem chancelosen Gulácsi zum dritten Marseille-Tor ein.

40. Minute:
Und nochmal die Franzosen. Hiroki Sakais Flanke von rechts nimmt Mitroglou in der Box volley – deutlich drüber.

Halbzeitpfiff:
Drei Tore in neun Minuten – ein neuer Rekord in der UEFA Europa League. Nach der Führung verlieren wir defensiv plötzlich komplett die Ordnung und müssen zwei Gegentreffer hinnehmen. Doch anschließend schafft es unser Team wieder stabiler zu stehen und sich auch im Angriff zu zeigen. Das nächste Tor erzielt allerdings OM, sodass wir aktuell ausgeschieden wären.

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Das Eigentor von Stefan Ilsanker brachte Marseille schnell zurück ins Spiel (6.).

46. Minute:
Ohne Pausenwechsel geht es in die zweite Hälfte. Wir brauchen ein Tor für das Halbfinale.

48. Minute:
Die Angriffsmusik spielen jedoch weiter die Hausherren. Nach Sabitzer-Ballverlust passt Thauvin im Sechzehner quer, Gulácsi zeigt gegen die Schüsse von Mitroglou und Jordan Amavi aus Nahdistanz seine Klasse und verhindert, dass es zum vierten Mal einschlägt.

53. Minute:
Marseille bleibt dran. Wieder klären wir nicht konsequent genug, Mitroglou steht plötzlich völlig frei vorm Bullen-Tor, setzt den Schuss aber links vorbei.

54. Minute:
Ralph Hasenhüttl wechselt offensiv. Emil Forsberg kommt für Diego Demme, übernimmt die Kapitänsbinde und rückt ins offensive Mittelfeld.

56. Minute, TOOOR FÜR RBL:
Ein wenig wie aus dem Nichts, doch das ist uns egal! Keita tritt 40 Meter vorm Tor an und legt dann mit der Hacke für Jean-Kévin Augustin auf. Dessen leicht abgefälschter Rechtsschuss zappelt unhaltbar im Netz.

60. Minute, Tor für Marseille:
Marseille hat wieder die passende Reaktion parat. Thauvin setzt Dimitri Payet ein, der Ilsanker aussteigen lässt und das Leder aus 15 Metern mit dem rechten Außenrist sensationell in den Torwinkel schraubt. Péter Gulácsi kann nur hinterherschauen, Marseille nun 4:2 vorn.

61. Minute:
Marcel Sabitzer hat sich die linke Schulter ausgekugelt und muss runter. Yussuf Poulsen kommt. Gute Besserung, Sabi!

62. Minute:
Schade! Bruma und Keita im Zusammenspiel in der Box. Wir kommen jedoch nicht zum Torschuss.

66. Minute:
Wieder müssen wir verletzungsbedingt tauschen. Bernardo ersetzt Upamecano (Oberschenkelprobleme).

72. Minute:
Ibrahima Konaté grätscht Payet im letzten Moment den Ball vom Fuß und verhindert die Vorentscheidung.

75. Minute:
Keita schlägt den Ball in den Strafraum. Nach Abstimmungsproblemen in der OM-Abwehr ist Forsberg fast Nutznießer, doch Pelé klaubt ihm das Leder vom Fuß.

80. Minute:
Marseille setzt nun auf Defensive und lauert auf Konter. Unserer Elf fehlen die Ideen, die dichte Abwehr zu knacken.

90.+1 Minute:
Die Nachspielzeit läuft, wir scheinen mehr im Tank zu haben, müssen nur zwingender werden. Keitas Kopfballaufsetzer tropft links vorbei.

90.+3 Minute:
Das war sie, die Riesen-Chance zum Halbfinale! Poulsen kommt eher zufällig an den Ball und versucht, Pelé den Ball durch die Beine zu schießen, der Marseille-Torwart packt im letzten Moment zu.

90.+4 Minute:
Der unrühmliche Schlusspunkt. Wir sind komplett aufgerückt, auch Péter Gulácsi stürmt mit. Den Ballverlust nutzt Hiroki Sakai und schiebt ins leere Tor ein.

Schlusspfiff:
Unsere Tour durch Europa endet im Viertelfinale. Es war eine verdiente Niederlage. Marseille war bissiger und über 180 Minute das bessere Team. Nun gilt es, sich auf die Bundesliga zu konzentrieren, um nächste Saison wieder international dabei zu sein.

Statistiken

Ein bitterer Abend. Das Halbfinale wäre nach dem frühen Tor drin gewesen. Dann haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben – vor allem wieder ein Tor nach einem Standard für uns kassiert. Insgesamt war es zu wenig.

Kevin Kampl

Das Rückspiel in Marseille!

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Das Rückspiel in Marseille!
Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
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Das Rückspiel in Marseille!
Das Rückspiel in Marseille!

Wir wollten stabil stehen und ein Tor machen. Der frühe Treffer hat geklappt, dann haben wir aus unerklärlichen Gründen alles weggeworfen. Wir haben sehr viele Fehler gemacht, die Marseille mit seiner Qualität knallhart bestraft hat. So können wir international nicht bestehen.

Péter Gulácsi

Fanartikel

Die Pressekonferenz nach dem Rückspiel in Marseille!

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