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14. Erinnerungstag im Deutschen Fußball

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus | Initiative gegen Diskriminierung und Gewalt im Fußballstadion

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Tag jährte sich nun zum 73. Mal und ist der Erinnerungstag für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors, denen in diesen Tagen auch die Vereine im deutschen Fußball – zusammen mit ihren Fans – gedenken, damit dies „Nie wieder“ geschieht.

RB Leipzig setzt zum Heimspiel gegen Hamburg (Samstag, 27. Januar) – gemeinsam mit seinen Fans – dieses Zeichen: für die Würde jedes Menschen, für eine Kultur des Verstehens und gegen Rassismus, Diskriminierung und Sexismus im Sport und in unserer Gesellschaft.

14. Erinnerungstag im deutschen Fußball am 20. Spieltag der Saison 2017/18


Rund um den 27. Januar 1945, dem Befreiungstag der Überlebenden von Auschwitz, erinnert der deutsche Fußball seit vielen Jahren an die Gräueltaten der Nationalsozialsten. Auch jüdische Mitglieder in Fußballvereinen wurden damals verfolgt, diskriminiert und ermordet. So forderten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Süddeutsche Fußballverband die Vereine auf, ihre kommunistischen und jüdischen Mitglieder auszuschließen.

Stellvertretend für jene Verfolgten stehen Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern München von 1913 bis 1914, von 1919 bis 1933 sowie von 1947 bis 1951, und der vielfache deutsche Nationalspieler Julius Hirsch, der für den Karlsruher FV und die SpVgg Fürth spielte und 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Sie legten die Mitgliedschaft in ihren Clubs von sich aus nieder, um dem Ausschluss zuvor zu kommen. Viele taten es ihnen gleich und wollten so unter anderem auch ihren Club schützen.
 
Nach der nationalsozialistischen Diktatur arbeitete der deutsche Fußball seine Vergangenheit Schritt für Schritt auf und wandte sich den Opfern, ihren Familien und Hinterbliebenen zu. Heute erinnert die deutsche Fußballfamilie an ihre verfolgten und ermordeten Mitglieder. So veranstaltet die DFB-Kulturstiftung zum 75. Jahrestag der Deportation von Julius Hirsch im März 2018 eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz. Die DFL Deutsche Fußball Liga hat den Fanprojekten und Fanbeauftragten im März 2017 zum zweiten Mal eine Fortbildung zum Thema „Erinnerungskultur und politische Bildung“ angeboten. Außerdem unterstützt die DFL über ihren „Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur (PFiFF)“ zahlreiche Projekte, die sich mit Rechtsradikalismus und den Verbrechen während der NS-Zeit beschäftigen. Durch die DFL Stiftung und deren Projekt „Lernort Stadion“ vermittelt der Profifußball Jugendliche für politische Bildung und Wissen über den Holocaust, Rassismus und Diskriminierung.

In von DFB und DFL unterstützten Fanprojekten öffnen sich zudem bundesweit Jugendliche und Verantwortliche für die Geschichte des deutschen Fußballs zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie sprechen mit Zeitzeugen, besuchen Gedenkstätten und nehmen teil, wenn ihr Club sogenannte „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Verfolgung der Judenverlegt. Der „Julius Hirsch Preis“ ehrt alljährlich ihr Engagement, das auch aufmerksamkeitsstarke Choreografien in den Stadien umfasst.

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