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Auswärtsserie trotz Top-Chancen gerissen! 0:1 am Millerntor!

Pauli geht früh in Führung (8.) | RBL-Offensivfeuerwerk bleibt unbelohnt | 2.500 Fans begleiten das Team

Serie gerissen! Die Roten Bullen mussten sich in einem rassigen, attraktiven und intensiven Zweitliga-Topspiel dem FC St. Pauli mit 0:1 geschlagen geben und bleiben damit zum ersten Mal in dieser Spielzeit auswärts ohne Punkte.

Das Tor des Tages vor 29.546 Zuschauern (darunter 2.500 mitgereiste RBL-Fans, die unser Team mit einer rot-weißen Fahnen-Choreo empfingen) fiel bereits in der 8. Minute, als Marc Rzatkowski einen Konter der Gastgeber vollendete. Nach diesem Rückschlag drehte unsere Elf auf, ohne eine der zahlreichen Top-Möglichkeiten gegen rein defensiv agierende Paulianer nutzen zu können.

Im zweiten Spielabschnitt brachte sich St. Pauli etwas mehr ein und wir hatten Glück, als die Hamburger zweimal Aluminium trafen (77., 88.). Dennoch kreierte auch das RBL-Team viele aussichtsreichen Szenen, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen, was nicht gelang.

Trotz der dritten Saisonniederlage haben wir uns nicht viel vorzuwerfen. Spielanlage, Einsatz, Laufbereitschaft und Wille passten, nur die Chancenverwertung ...

Dennoch bleiben wir mit aktuell noch sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer.

 

Gemeinsames Zeichen:

RB Leipzig und der FC St. Pauli setzten vor dem Anpfiff ein klares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Respekt. Unser Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff und Pauli-Präsident Oke Göttlich verlasen dazu vor dem Anpfiff eine gemeinsame Erklärung.

Hierin sprachen sich beide Vereine klar gegen Gewalt in jeglicher Form, gegen Rechtsextremismus, Fremdenhass und Ausgrenzung aus. Die Vereine einigten sich bereits in der vergangene Woche darauf, diese gemeinsame Stellungnahme abzugeben.

Gulácsi für Coltorti | Pauli mit früher Führung

Unser Trainer musste die Bullen-Startelf nur auf einer Position verändern: Für den verletzten Fabio Coltorti stand erstmals Péter Gulácsi in einem RBL-Ligaspiel von Beginn an zwischen den Pfosten. Die Roten Bullen hatten zwar von Beginn an deutlich mehr Spielanteile – besser in der Partie waren zunächst allerdings die Gastgeber, die tief standen und schnell konterten.

Aus einem solchen Gegenstoß resultierte auch der frühe Rückstand, als St. Pauli das Mittelfeld schnell überbrückte und Daniel Buballa von der linken Seite auf Marc Rzatkowski durchsteckte, dessen Schuss von Marvin Compper noch leicht abgefälscht unhaltbar im langen Ecke einschlug (8.).

RBL-Dauerdruck | Orban-Hochkaräter

Der Gegentreffer wirkte wie ein Wecksignal, denn nun erhöhten wir den Druck und kamen im Minutentakt zu hochkarätigen Möglichkeiten: Robin Himmelmann klärte vor Yussuf Poulsen (15.), Buballa stieg im Strafraum unsanft gegen Dominik Kaiser (musste danach mit einer kleinen Platzwunde unter dem Auge behandelt werden) – der mögliche Elfmeterpfiff blieb aus (17.).

Stefan Ilsankers Kopfball pflückte sich dann wieder der FCSP-Torwart Himmelmann (19.), der auch eine Minute darauf klasse reagierte, als er Willi Orbans Knie-Abschluss in Folge eines Anthony-Jung-Freistoßes gerade noch aus dem Eck spitzelte (20.).

Forsberg & Sabitzer verpassen Ausgleich knapp

Unser Team blieb dran und erspielte sich die nächsten Top-Chancen. Lukas Klostermann legte von der Grundlinie auf Kaiser zurück, dessen verunglückter Schluss landete bei Forsberg, der den Ball ans linke Außennetz beförderte (23.). In der Situation zuvor hatte Gulácsi auf der Gegenseite gut mitgespielt und im Herauslaufen gegen Enis Alushi geklärt (22.).

Nach einer kurzen Phase des Durchpustens drängten die Leipziger Bullen gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal vehement auf das Ausgleich: Himmelmann faustete Poulsens 15-Meter-Kracher nach glänzender Vorarbeit von Kaiser aus der Gefahrenzone (38.). Den folgenden Eckball servierte Jung auf den Kopf von Sabitzer – wieder war Himmelmann mit den Fingerspitzen zur Stelle und rettete den Gastgebern das durchaus schmeichelhafte 1:1 zur Pause (39.).

Pauli aktiver | Gulácsi stark, Forsberg glücklos

Ohne Wechsel kehrten beide Teams zurück. Pauli agierte etwas mutiger und Philipp Ziereis hatte die erste Gelegenheit im zweiten Spielabschnitt, Gulácsi packte problemlos zu (47.). Danach schalteten wir wieder einen Gang höher – doch mussten nach einer Stunde den Atem anhalten, als Gulácsi einen Kopfball von Bernd Nehrig überragend herausfischte (60.).

Unser Trainer wechselte im Anschluss doppelt und brachte mit Davie Selke (für Kaiser) und Massimo Bruno (für Diego Demme) zwei frische Kräfte. Das fruchtete, denn kurz darauf hatte Forsberg gleich zweimal das erste RBL-Erfolgserlebnis auf dem Fuß; zunächst hielt Himmelmann (63.), beim zweiten Versuch versprang unserer Nummer 10 der Ball beim Torschuss (64.).

Bullen wechseln offensiv | Doppel-Alu der Gastgeber

Auch Poulsen (73.) und Bruno (78.) kamen aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, verzogen aber jeweils knapp links vorbei.

Und St. Pauli? Blieb kreuzgefählich und verpasste nur um Zentimeter die Vorentscheidung, denn Nehrig nagelte das Spielgerät aus 16 Metern volley ans Lattenkreuz (77.). Vorwerfen kann man unsere Mannschaft nichts – Einsatz, Laufbereitschaft und Wille stimmten; mit Nils Quaschner (81., für Orban) schickte Ralf Rangnick darüber hinaus eine weitere Offensivoption in die Partie. Ein Tor sollte uns nicht gelingen und wir hatten in der 88. Minute erneut Glück, als der eingewechselte Fafà Picault nach einem Konter nur an den Pfosten schob.
 

Trainer-Fazit:

Unsere Restverteidigung war heute nicht gut, das können wir besser. In einigen Situationen standen wir einfach zu weit weg von unseren Gegenspielern.

Offensiv haben wir uns zwar eine Vielzahl an Chancen herausgespielt, aber auch da können wir zwingender sein. Aber natürlich hat auch Robin Himmelmann heute eine klasse Job gemacht.


Statistik:

 

FC St. Pauli:
Himmelmann – Hornschuh, Ziereis, Sobiech (C), Buballa – Rzatkowski, Nehrig (90.+2 Eden) – Sobota (84. Picault), Alushi (78. Dudziak), Buchtmann – Thy

RB Leipzig:

Gulácsi – Klostermann, Orban (81. Quaschner), Compper, Jung – Ilsanker, Demme (60. Bruno) – Kaiser (C, 60. Selke), Sabitzer, Forsberg – Poulsen

Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)

Tor:
1:0 Marc Rzatkowski (8.)

Zuschauer:
29.546 im Millerntor-Stadion

Gelbe Karten:
Buchtmann (4) | Ilsanker (9), Sabitzer (3)

21. Spieltag
FC St. Pauli

1:0

12. Februar

RB Leipzig
18.30 Uhr
Millerntor-Stadion , Hamburg
2500 Fans
reisten mit den Roten Bullen ans Millerntor.

Die Niederlage heute war extrem ärgerlich. Vor allem weil wir eine Großzahl an guten Möglichkeiten zum Ausgleich hatten. Jetzt gilt es unsere Tugenden im nächsten Heimspiel gegen Union Berlin auf den Platz zu bringen. Und ich bin sicher, dass uns das gelingen wird.

Marcel Sabitzer

Wir haben uns zahlreiche gute Möglichkeiten herausgespielt und ein Unentschieden wäre in der Partie sicherlich verdient gewesen. Trotzdem müssen wir uns eingestehen, dass wir unterm Strich heute einfach nicht unsere beste Leistung abgerufen haben.

Willi Orban

Wir waren heute einfach nicht effektiv genug. Wir hatten wesentlich mehr Chancen als unser Gegner, trotzdem hat St. Pauli getroffen und wir nicht. Das macht in einem solchen Spiel halt den Unterschied aus.

Yussuf Poulsen

Auswärts am Millerntor!

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