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Spitzenspiel im Schnee geht mit 2:1 an Freiburg!

Grifo bringt SCF früh nach vorn (10.) | Kaisers Ausgleich (56.) beantwortet Niederlechner (68.) | Poulsen kassiert 5. Gelbe Karte

Das Spitzenspiel im Schneetreiben entscheidet der Verfolger für sich! Die Roten Bullen kassierten am 25. Spieltag die vierte Saisonniederlage und unterlagen dem SC Freiburg vor 23.500 Zuschauern (darunter 400 RBL-Fans) mit 1:2.

Kurz vor Anpfiff setzte heftiger Schneefall ein, der die Partie über 90 Minuten prägte. Freiburg hatte im ersten Spielabschnitt die besseren Mittel für diese Bedingungen und ging durch Vincenzo Grifo in Führung (10.).

In den zweiten 45 Minuten war dann auch unsere Elf richtig auf dem Schneeboden angekommen und drängte auf den Ausgleich, der Dominik Kaiser in der 56. Minute gelang. Doch nur zwölf Minuten später schlugen die Gastgeber erneut zu und Florian Niederlechner markierte den zweiten Freiburger Treffer, den wir – trotz einiger Top-Chancen – nicht mehr egalisieren konnten.

Wir bleiben dennoch Tabellenführer, auch wenn Freiburg auf drei Punkte heranrückt. Der Vorsprung auf Platz drei beträgt nun noch sechs Zähler.
 

Schneefall in Freiburg | Grifo Kontert zum 1:0

Unser Trainer Ralf Rangnick stellte im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Heidenheim auf zwei Positionen um und brachte Marcel Halstenberg und Rani Khedira anstelle von Anthony Jung und Stefan Ilsanker von Beginn an.

Die Partie wurde bei dichtem Schneetreiben angepfiffen und die Akteure mussten sich zunächst auf dieses schwierige Geläuf einstellen. Das gelang den Roten Bullen in den ersten Minuten ordentlich, vor allem Yussuf Poulsen beschäftige die SCF-Defensive permanent.

Freiburg konzentrierte sich auf schnelle Gegenstöße und wurde so brandgefährlich. Blieb ein Foulspiel von Willi Orban gegen den durchgebrochenen Mike Frantz noch ungeahndet, saß der nächste Konter der Gastgeber. Wir bekamen einen langen Abschlag nicht unter Kontrolle, über Florian Niederlechner und Frantz kam der Ball zum völlig freien Vincenzo Grifo, der von links ins rechte Eck einschob (10.).

freiburg griffiger | Kaum RBL-Chancen

Der SC kam nun besser mit den Bedingungen zurecht, gewann vor allem im Mittelfeld mehr Zweikämpfe und setzte lange Bälle als probates Mittel auf dem schneebedeckten Boden ein. Péter Gulácsi musste dennoch nur einmal ernsthaft eingreifen, als er sich einen Grifo-Freistoß aus 22 Metern packte (22.).

Unsere Elf setzte weiterhin auf Kurzpässe, schaffte es so aber nicht, zu zwingenden Chancen zu kommen. Kurios: In der 32. Minuten unterbrach Schiedsrichter Manuel Gräfe die Begegnung kurz, sodass die Linien freigeschoben werden konnten.

Wenig später zückte der Unparteiische die erste Gelbe Karte des Spiels – und das gegen Poulsen, der nach seiner fünften Verwarnung in dieser Spielzeit nun gegen 1860 München gesperrt fehlt (41.).

Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vor der Halbzeitpause hatte Marcel Sabitzer (43.). Nach feinem Solo war der Abschluss des Mittelfeldspielers allerdings zu lasch und kein Problem für Freiburg-Schlussmann Alexander Schwolow.

Quaschner kommt | Kaiser gleicht aus

Für mehr Offensivpower schickte unser Trainer zur zweiten Halbzeit Nils Quaschner für Khedira auf den Rasen. Neu ausgerichtet, hatten wir Freiburg nun wesentlich mehr entgegenzusetzen, drückten dem Top-Spiel immer mehr unseren Stempel auf und die Breisgauer in die eigene Hälfte.

Ein Sabitzer-Freistoß rauschte zunächst noch über das Tor (48.), einer der nächsten Angriffe endete dann mit dem verdienten Ausgleich. Poulsen passte nach einem Konter von rechts nach innen, Emil Forsberg ließ geschickt durch und Dominik Kaiser schloss aus 15 Metern direkt zum 1:1 und seinem sechsten Saisontor ab (56.).

Schnelle SC-antwort | Sabitzer mit Hochkaräter

Es war die stärkste Phase der Bullen-Elf und es roch nach unserem zweiten Treffer – umso bitterer, dass erneut Freiburg zuschlug. Den Steilpass des gerade eingewechselten Nils Petersen schob Niederlechner überlegt zum 2:1 ein (67.).

Die Leipziger Bullen versuchten, noch einmal zurückzukommen. Der unermüdliche Poulsen scheiterte an Schwolow (69.) und setzte eine Volleyabnahme aus 14 Metern knapp links vorbei (74.). Eine Minute zuvor warf sich Halstenberg in Niederlechners Schuss und verhinderte die Vorentscheidung (73.).

Da auch Grifos Distanzschuss nur auf dem Tornetz landete (81.), blieben wir bis zum Schluss im Spiel – und hatten Sekunden vor dem Abpfiff die Riesen-Gelegenheit zum 2:2. Halstenberg flankte in den Strafraum, wo Sabitzer am langen Pfosten lauerte, seinen Schuss aus Nahdistanz konnte Schwolow mit einem Wahnsinns-Reflex aber abwehren und vereitelte somit den verdienten Punktgewinn unserer Mannschaft (90.+3).


Trainer-Fazit Ralf Rangnick:

  • „Es ist schwierig, ein Spiel bei solchen Bedingungen mit normalen Maßstäben zu bewerten. Beide Teams hatten darunter zu leiden, vieles war Zufallsprinzip und ein ordentliches Kurzpassspiel unmöglich. Das frühe Führungstor hat Freiburg natürlich in die Karten gespielt.

    In der zweiten Halbzeit haben wir es dann geschafft, das Spiel mehr und mehr in die Freiburger Hälfte zu verlagern. Nach dem verdienten Ausgleich wollten wir unbedingt auch das zweite Tor machen. Umso ärgerlicher, dass Freiburg gerade in dieser Phase trifft. Wir hätten hier gern wenigstens einen Punkt mitgenommen. Jetzt hoffe ich, dass wir uns nächste Saison in der 1. Bundesliga wiedersehen.“

 

Statistik:

 

SC Freiburg:
Schwolow – Stenzel, Höhn, Kempf, Günter – Abrashi, Höfler (C) – Frantz (67. Petersen), Grifo – Niederlechner (86. Falahen), Guédé (46. Philipp)

RB Leipzig:
Gulácsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Khedira (46. Quaschner), Demme (83. Ilsanker) – Kaiser (C), Forsberg (73. Selke) – Sabitzer, Poulsen

Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)

Tore:
1:0 Grifo (10.), 1:1 Kaiser (56.), 2:1 Niederlechner (68.)

Gelbe Karten:
– | Poulsen (5), Halstenberg (3), Orban (7)

Zuschauer:
23.500 im Schwarzwald-Stadion
 

Wir hatten in der letzten Sekunde die Riesen-Chance zum Ausgleich und ich denke, der wäre auch verdient gewesen. Weil wir den allerdings nicht gemacht haben, sind die Jungs jetzt ziemlich frustriert, auch über die äußeren Bedingungen. Es war sehr schade, dass so ein Spitzenspiel unter diesen Bedingungen über die Bühne gehen musste und quasi zu einer Schneeballschlacht wurde.

Ralf Rangnick

Es war ein schwer umkämpftes Spiel. Wir haben versucht, uns auf den Schnee einzustellen. Am Ende ärgern wir uns natürlich, dass wir nicht wenigstens mit einem Punkt nach Hause fahren. Vor allem, da wir in der Nachspielzeit noch eine Riesenchance zum Ausgleich hatten.

Marcel Halstenberg

Top-Spiel-Momente aus Freiburg!

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Top-Spiel-Momente aus Freiburg!
Top-Spiel-Momente aus Freiburg!

Das Spiel hat von uns andere Qualitäten verlangt als sonst. Mit spielerischer Klasse und Lösungen war heute dem Platz, dem Wetter, dem Gegner nicht beizukommen. Wir mussten mit langen Bällen spielen und haben das dann eigentlich in der zweiten Halbzeit mit mehr Personal vorne auch ganz gut gemacht. Am Ende reicht es aber leider nicht, wenn man zwei Fehler macht und der Gegner die eiskalt bestraft.

Marvin Compper

Zahlen-Vergleich

Tore

Torschüsse

Ballbesitz in Prozent

Gewonnene Zweikämpfe in Prozent

Gelaufene Kilometer

Ecken

Fouls

Abseits

Gelbe Karten

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