MENÜ

Ausrufezeichen der Roten Bullen! 2:0-Sieg beim 1. FC Heidenheim!

Daniel Frahn (62.) und Dominik Kaiser schießen die Roten Bullen zum sechsten Saisonsieg | Yussuf Poulsen muss verletzt vom Feld | Christian Müller kassiert Rot (81.)

Starke Vorstellung beim Spitzenreiter! Die Roten Bullen feierten nach drei sieglosen Auswärtsspielen am Samstag einen überzeugenden 2:0-Sieg beim bis dahin Zuhause ungeschlagenen 1. FC Heidenheim und rücken in der Tabelle wieder auf Platz drei vor.

In einer engen Partie, in der unsere Mannschaft - angetrieben von 450 mitgereisten RBL-Fans - eine kämpferische Top-Leistung ablieferte, traf Daniel Frahn in der 62. Minuten nach einem Heidenheimer Abwehrfehler zum verdienten 1:0.

Dominik Kaiser erhöhte eine Viertelstunde später auf 2:0. Diesen Vorsprung verteidigten wir bis zum Anpfiff - und das in Unterzahl, denn Christian Müller war nach einem Gerangel in der 81. Minute mit der Roten Karte vom Platz geflogen.

Es war die treffende Antwort auf die magere Auswärtspunkte-Ausbeute der letzten Wochen und ein Ausrufezeichen der Roten Bullen!

 

Ausführlicher Spielbericht


Kimmich gibt Startelf-Debüt | Franke und Müller von Anfang an

Unser Trainer Alexander Zorniger rotierte gegen den Tabellenersten auf drei Positionen durch. Joshua Kimmich feierte sein Startelf-Debüt und rückte anstelle von Thiago Rockenbach ins Mittelfeld. In der Defensive fing Christian Müller auf der rechten Außenposition an. Fabian Franke rückte für Tim Sebastian in die Innenverteidigung.

Die Roten Bullen fanden zunächst nur zögerlich in die Partie. Ganz anders Heidenheim, das unsere Mannschaft unter Dauerdruck setzte und immer wieder mittels langer Bälle in den Strafraum eindrang. Einen dieser Pässe nutzte Dennis Malura zu einem Flankenschuss, den Fabio Coltorti gerade noch mit den Fingerspitzen abwehrte (5.).

Es gelang unserer Elf mit andauernder Spielzeit immer besser, diese permanenten Nadelstiche des Gegners abzuwehren. Wir standen nun sicherer, konnten uns aus der eigenen Hälfte befreien und kamen selbst zu ersten Offensivaktionen. Zwei Freistöße in Folge donnerten Sebastian Heidinger (10.) und Dominik Kaiser (12.) in die Mauer.

Auch Heidenheim blieb gefährlich. Julius Reinhardt setzte einen Volleyschuss rechts daneben (18.). Zuvor klärte Coltorti eine brenzlige Situation, indem er sich in einen der vielen langen Pässe schmiss (17.).

RBL wird stärker | Poulsen muss verletzt runter

In der 23. Minute tauchten die Roten Bullen erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Müller tankte sich über rechts durch die Abwehr und zirkelte den Ball zwischen der Defensivreihe hindurch, wo FCH-Torhüter Erol Sabanov die Kugel gerade noch zur Ecke klärte.

In der Folge neutralisierten sich die Mannschaften bei vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Bitter: Yussuf Poulsen musste verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Carsten Kammlott ins Spiel (38.). Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Die Schlussminuten gehörten nochmals den Gastgebern. Aber unser Torwart zeigte sich in überragender Form und vereitelte zweimal einen Rückstand. Zunächst parierte Coltorti einen Schuss von Sven Sökler (43.) und nur eine Minute später blieb Fabio im Duell mit dem völlig frei vor ihm auftauchenden Tim Göhlert erneut Sieger (44.).

Mit dem Pausenpfiff hatte Kimmich die Bullen-Führung auf dem Fuß – allerdings zischte sein Schuss über das FCH-Gehäuse (45.+2).

Keine Wechsel zur Halbzeit | Frahn staubt zur Führung ab

Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit und nun drehten die Roten Bullen immer stärker auf. Innerhalb von drei Minuten kamen wir zu drei Großchancen. Zunächst scheiterte Frahn aus kurzer Distanz, nachdem Kammlott gekonnt abgelegt hatte (54.).

Dann eroberte sich der zuvor für Matthias Morys (sah seine fünfte Gelbe Karte) eingewechselte Timo Röttger den Ball im gegnerischen Strafraum, aber auch sein satter Schuss verfehlte das Tor (55.). Anschließend zirkelte Kaiser einen Freistoß über die Latte (56.).

Heidenheim hatte nach dem Wechsel nur eine gute Gelegenheiten. Marc Schnatterer legte nach einem Konter überlegt quer, fand aber glücklicherweise keinen Abnehmer

Die Roten Bullen antwortete nach dieser Schrecksekunde mit dem Führungstor! Frahn bestrafte einen fatalen Abwehrfehler des Gastgebers. Göhlerts Fehlpass rollte genau vor die Füße von unserem Kapitän, der zum 1:0 vollendete (62.).

Leipzig lässt kaum Chancen zu | Kaiser baut Vorsprung aus

Nachdem dem wichtigen Führungstreffer, hätte Kaiser nach einer sehenswerten Hereingabe von Röttger in der 74. Minute erhöhen können. Aber sein Versuch segelte am Pfosten vorbei. Vier Minuten später machte er es besser: Frahn ließ im Strafraum einen Kopfball vor die Füße unseres Mittelfeldmotors abtropfen, so dass dieser den Ball nur noch in die Maschen zimmern musste (78.).

Die Partie wurde in den Schlussminuten nochmals ruppiger, die Zweikämpfe härter. Dann erwischte es Christian Müller, der mit seinem Gegenspieler in eine Rangelei geriet und dafür die Rote Karte sah (81.).

Auch mit einem Mann weniger dominierten wir das Spitzenspiel und kamen durch einen Konter von Kammlott sogar noch zu einer weiteren Großchance. ‘Chipis‘ Lupfer flog nur knapp über den Querbalken (90.+2). Das hatte keine Bedeutung, denn nach vier Minuten Nachspielzeit war der dritte Auswärtssieg perfekt!


Fazit:

Es war ein klasse Auftritt der Roten Bullen, die im Spitzenspiel hinten nur wenig zuließen und sich in der zweiten Halbzeit offensiv steigerten. Heidenheim kam, abgesehen von den ersten 15 Minuten, kaum zur Entfaltung, sodass es ein verdienter RBL-Dreier war.

Die nächste Herausforderung wartet auf unsere Mannschaft am kommenden Samstag (12. Oktober; Anstoß: 15.00 Uhr) im Sachsenpokal. Dort wollen wir im Pokalderby gegen den 1. FC Lok Leipzig eine Runde weiter kommen.


Statistik:

RB Leipzig:
Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Heidinger – Kaiser (82. Sebastian), Ernst, Kimmich – Poulsen (38. Kammlott), Frahn (C), Morys (54. Röttger)

1. FC Heidenheim:
Sabanov – Malura, Wittek, Göhlert, Heise – Reinhardt, Griesbeck – Titsch Rivero (78. Meyer), Sökler (63. Morabit), Schnatterer (C) – Niederlechner (63. Thurk)

Tore:
0:1 Frahn (62.), 0:2 Kaiser (78.)

Gelbe Karten:
Heise | Morys, Heidinger, Röttger

Rote Karte:
Müller (81., Leipzig, Tätlichkeit)

Zuschauer:
10.200 in der Voith-Arena

Ausrufezeichen in Heidenheim! Der MDR-Bericht zum 2:0-Erfolg im Top-Spiel.

Ähnliche Artikel