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Der Kampf um den Pott: Pokal-Pannen, Pokal-Phänomene

Im DFB-Pokal gibt es nicht nur reihenweise sportliche Überraschungen, sondern auch viele kuriose Geschichten

Pokalparty in der Red Bull Arena! Schon 25.000 Karten gingen im Vorverkauf weg – die Roten Bullen und ihre Fans sind heiß auf den Pokalknaller gegen den FC Augsburg am Freitag (20.00 Uhr).

Wir sind natürlich Außenseiter gegen den Bundesligisten. Trotzdem wollen wir die 0:1-Niederlage von 2011 ausbügeln und eine echte Pokalhürde für den FCA sein...!

Die Roten Bullen wollen den FCA ins Stolpern bringen...!

Der Pokal ist prädestiniert für Überraschungen und immer wieder bleiben Favoriten  an vermeintlich machbaren Hürden hängen...!

Pokal-Pannen:

  • Zwei Reporter verhinderten 1995, dass der 1. FC Nürnberg seinen 3:2-Sieg im Achtelfinale gegen Werder Bremen am grünen Tisch verlor. Die Journalisten bemerkten kurz vor dem Anpfiff auf, dass FCN-Trainer Hermann Gerland den gelbgesperrten Frank Baumann aufgestellt hatte. Gerland reagierte und ließ Baumann draußen.
     
  • Zuschauer können ein Spiel beeinflussen, nicht nur durch lautstarke Unterstützung. Mario Krohm staubte 1997 nach einem verschossenen Elfmeter zum 2:1 für Alemannia Aachen gegen Waldhof Mannheim ab. Doch Schiedsrichter Dr. Markus Merk gab den Treffer nicht, weil während des Strafstoßes ein weiterer Ball aus dem Waldhof-Fanblock auf den Rasen geworfen wurde. Die Aktion hatte Erfolg, es blieb beim 1:1 und Mannheim gewann im Elfmeterschießen schließlich mit 5:4.
     
  • Oliver Kahn war während seiner aktiven Zeit gern ein Objekt der gegnerischen Schmährufe. Ein zeitlang wurde der Torwart sogar mit Bananen beworfen und mit "Affenrufen" imitiert, so wie 1997 im Spiel des FC Bayern gegen Wolfsburg. Kahns Reaktion: Hose runter, Hintern raus! Außerdem rächte er sich mit einem gehaltenen Strafstoß im Elfmeterschießen und brachte den FCB so eine Runde weiter.
     
  • Pokalschlappen mal anders! Werder Bremen sicherte sich 1994 den Pokalsieg gegen Rot-Weiß Essen. Werder-Trainer Otto Rehhagel holte Mario Basler frühzeitig vom Platz. Der exzentrische Star war beleidigt, verschwand in der Kabine und kam provokativ mit Badelatschen zum Siegerfoto.
     
  • Finale in Berlin, das bedeutet: blaue Tartanbahn. Bayern München sah vor dem Endspiel 2005 einen klaren Heimvorteil für den Gegner Schalke 04, dessen Vereinsfarben bekanntlich blau-weiß sind. Der Rekordpokalsieger bat den DFB sogar darum, die Hälfte der Laufbahn in rot zu färben. Angeblich stimmte der Verband zu, die Bahn blieb dennoch blau. Das Spiel gewann trotzdem der FCB mit 2:1.

Pokal-Phänomene:

Außenseiter gegen Favorit: Im Pokal zeigt sich immer wieder das Phänomen, dass unterklassige Vereine Erstligisten ausschalten können. Wir haben einige der bekanntesten Überraschungen zusammengestellt:

  • Eine der größten Sensationen war der 1:0-Erstrundensieg (14. August 1994) des damaligen Regionalligisten TSV Vestenbergsgreuth gegen den FC Bayern München. Roland Steins Kopfballtor in der 43. Minute konnten die Bayern nicht aufholen.
     
  • Bis heute gelang es mit Hannover 96 nur einem Zweitligisten, den DFB-Pokal zu gewinnen (1992). Kickers Offenbach schaffte diesen Erfolg 1970 ebenfalls, allerdings war die Mannschaft zum Zeitpunkt des Endspiels bereits in die Erste Liga aufgestiegen.
     
  • Eintracht Frankfurt verlor im Wettbewerb 2000/01 mit 1:6 gegen die Amateure des VfB Stuttgart und kassierte die höchste Pokalniederlage eines Bundesligisten gegen eine Amateurmannschaft.
     
  • 1983 kam es im Endspiel zum ersten und bisher einzigen Stadtderby, als der 1. FC Köln mit 1:0 gegen den Lokalrivalen Fortuna Köln siegte.

 

Weitere Fakten rund um den Pokal

  • Das längste Elfmeterschießen der Pokalgeschichte lieferten sich 1995 der damalige Oberligist SV Sandhausen und der VfB Stuttgart. Sandhausen setzte sich am Ende mit 13:12 durch und zog in die 1. Runde ein.
     
  • Genau im selben Jahr gewann der 1. FC Kaiserslautern den Pokal durch einen 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC. Das Besondere: Die Pfälzer waren eine Woche zuvor aus der 1. Liga abgestiegen. Damit ist Kaiserslautern der bisher einzige Bundesliga-Absteiger, der den Pott holte.
     
  • Das letzte interne Vereinsduell spielte 2000 der VfB Stuttgart aus, als die Profimannschaft auf die U 23 traf und 3:0 gewann. Der DFB änderte anschließend das Reglement, so dass mittlerweile nur noch eine Mannschaft eines Vereins am Pokalwettbewerb teilnehmen darf.
     
  • In der vergangenen Pokalsaison schieden sechs von 18 Bundesligisten in der 1. Runde aus – Rekord! Werder Bremen blamierte sich in den vergangenen drei Jahren jeweils in der ersten Runde gegen Mannschaften aus unteren Spielklassen aus und flog aus dem Pokal.
Bulli bügelt die 0:1-Niederlage von 2011 aus.
6
der 18 Bundesligisten flogen im Vorjahr in Runde 1 raus
25 Tore
fielen beim längsten Pokal-Elfmeterschießen
Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Tobias Willers auf der Pressekonferenz vor dem Pokal-Knaller.
25000
Karten sind schon jetzt verkauft!

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