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Ralf Rangnick & Alexander Zorniger: Das Dirigenten-Duo

Das große Jahresabschluss-Interview aus dem HEIMSPIEL-Magazin in voller Länge und mit exklusiven Fotos

Ralf Rangnick und Alexander Zorniger: zwei Menschen, die sich im Bezug auf Fußball blind verstehen. Zwei Fußballexperten mit einer klaren Vorstellung ihrer Ziele. Zwei Dirigenten des Erfolgs der Roten Bullen, die seit Sommer 2012 den Takt in der sportlichen Entwicklung unseres Vereins angeben. Im Leipziger Gewandhaus resümieren unser Sportdirektor und unser Trainer das zurückliegende Jahr, erklären ihre Zusammenarbeit und erzählen auch die eine oder andere Anekdote.

Das bisher erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte geht zu Ende. Wie fällt euer Fazit für 2013 aus?

  • Alexander Zorniger: Wir haben sportlich alles erreicht, was wir wollten: den Aufstieg, den Sieg im Sachsenpokal, und nach dem Sprung in die 3. Liga haben wir uns dort in der Spitzengruppe etabliert. Wir konnten dem Druck über das ganze Jahr kontinuierlich standhalten und haben auch neben dem Platz keine negativen Schlagzeilen produziert.

    Außerdem denke ich, dass wir als Verein in und um Leipzig weiter angekommen sind. Das spürt man einfach, wenn man durch die Stadt geht und von vielen Leuten positiv und begeistert angesprochen wird.
     
  • Ralf Rangnick: Das kann ich so unterstreichen. Wir können mit dem Erreichten in den letzten zwölf Monaten hochzufrieden sein. Nun fokussieren wir uns auf die nächsten Ziele.
     

Was war euer ganz persönlicher sportlicher Höhepunkt?

  • AZ: Das Relegations-Rückspiel in Lotte steht über allem. Ab und an schaue ich mir die Verlängerung noch einmal auf Video an. Das war schon Wahnsinn!
     

Also erinnerst du dich noch genau, was du nach dem bitteren 0:2 und dem erlösenden Tor von Matthias Morys empfunden hast?

  • AZ: Vor allem weiß ich, dass ich während des Spiels starke Kopfschmerzen hatte und auf der Bank sogar ’ne Aspirin nehmen musste (lacht). Beim Gegentreffer dachte ich nur: „Sch…!“ Doch mir war klar, dass wir weiter eine mehr als reguläre Chance auf den Aufstieg hatten. Lotte war platt, die Spieler hatten Krämpfe. Dann kam die kurze und einprägsame Ansprache auf dem Platz. Matzes Tor war wie eine Erlösung. Und als fünf Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung klar war, hatte ich ein unfassbar tolles Gefühl!
     
  • RR: Auch für mich war das Spiel in Lotte der Höhepunkt des Jahres. Ich war mir nach den Gegentoren relativ sicher, dass wir es dennoch schaffen, und blieb deshalb ziemlich ruhig. Denn irgendwie wusste ich, dass es an diesem Tag nicht schiefgehen kann.
     

Einige Spieler sagten, dass sie den Aufstieg noch nicht hundertprozentig verinnerlicht haben. Geht es dir da ähnlich, Alex?

  • AZ: Nein, bei mir ist dieser Erfolg angekommen. Auf der Rückfahrt von Lotte im Fan-Zug habe ich mich ganz bewusst allein in ein Abteil gesetzt und alles aufgesaugt.
     

Durch die kurze Sommerpause blieb kaum Zeit zum Durchpusten. Ist die Weihnachtspause deshalb jetzt besonders wichtig?

  • AZ: Für die Mannschaft und mich war es sportlich das intensivste Jahr. Ich ziehe meine Kraft komplett aus mir selbst, deshalb freue ich mich extrem auf erholsame Weihnachtstage. Mit unserer Tabellenposition fällt vieles leichter. Ich steige jeden Tag im Trainingszentrum aus dem Auto, schaue vom Parkplatz auf den Platz und weiß, dass ich den geilsten Job habe, den es gibt.

    Wir haben hervorragende Möglichkeiten, und ich kann Entscheidungen treffen – das ist unbezahlbar. Dennoch muss man aufpassen, denn der Trainer ist der wichtigste Energiegeber, und die Mannschaft spürt sofort, wenn da etwas nicht passt.

Das Doppelinterview aus dem HEIMSPIEL-Magazin!

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Das Doppelinterview aus dem HEIMSPIEL-Magazin!
Ralf Rangnick & Alexander Zorniger im großen Jahresabschluss-Gespräch.
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Ralf Rangnick & Alexander Zorniger im großen Jahresabschluss-Gespräch.
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Ralf Rangnick & Alexander Zorniger im großen Jahresabschluss-Gespräch.
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Das Doppelinterview aus dem HEIMSPIEL-Magazin!
Ralf Rangnick & Alexander Zorniger im großen Jahresabschluss-Gespräch.

Wir haben 2013 genau 44 Pflichtspiele bestritten. In welcher Partie wurde unsere Spielphilosophie am besten umgesetzt?

  • AZ: Im Pokalfinale gegen Chemnitz, weil wir da eine brutale Kraft auf den Platz gebracht und ein höherklassiges Team dominiert haben.
     
  • RR: Richtig! Auch in Heidenheim hat die Mannschaft in der Phase vor dem 2:0 unsere Vorgabe extrem gut umgesetzt.
     

Alex, Daniel Frahn erzählte uns von deinem Kumpel KAI. Wie geht’s ihm?

  • AZ (lacht): Ach, der KAI! Ich benutze dieses Akronym für „Kompakt – Alle – Immer“, um den Spielern damit das Wichtigste in unserem Spiel zu verdeutlichen – von der 1. Bis zur 93. Minute auf allen Positionen kompakt stehen. Kai ist im Prinzip wie ein zwölfter Mitspieler. Ich kann in verschiedene Schubladen greifen, um den Spielern Informationen zu vermitteln. Die Schubladen haben sich durch Erfahrung, den intensiven Austausch und das Weiterdenken der Spielphilosophie gefüllt. Diese Ansichten und deren Umsetzung sind bei Ralf und mir fast deckungsgleich.


Wie kann man sich eure Zusammenarbeit genauer vorstellen?

  • RR: Als wir vor 18 Monaten losgelegt haben, war angedacht, dass sich meine Arbeit zu gleichen Teilen auf RB Leipzig und Red Bull Salzburg ausrichtet. Doch dann kam der schlechte Salzburger Saisonstart mit der Niederlage beim luxemburgischen Verein Düdelingen und dem Aus in der Champions-League-Qualifikation sowie der bitteren Heimpleite gegen Rapid Wien.

    Wir mussten die Mannschaft in Salzburg umbauen, und deshalb verschoben sich die Anteile auf zwei Drittel zu einem Drittel. Als Salzburg am 12.August gegen Rapid verlor, spielte RB Leipzig zum Auftakt übrigens nur 1:1 gegen Union Berlin II. Das war also ein super Sonntag (schmunzelt).


Nun bist du aber häufiger in Leipzig?

  • RR: Ja. Zudem telefonieren Alex und ich zwei- bis dreimal in der Woche und tauschen uns über die wichtigsten Dinge aus. Das sind meist kurze Gespräche. Ich kann mich gut in ihn hineinversetzen und bin deshalb oft schon nach drei Minuten im Thema. Für mich ist der Posten als Sportdirektor von zwei Vereinen eine neue Rolle nach 25 Jahren als Trainer.
     
  • AZ: Ich sehe in dir noch immer mehr den Trainer. Unser Austausch ist intensiv, und Ralf weiß genau, wie er mich anpacken muss. Wenn wir zum Beispiel direkt nach einem Spiel über die Leistung sprechen, hakt Ralf nicht groß nach, sondern weiß, dass sich bei mir erst alles setzen und eine Zeitlang gären muss. Zudem ist klar, dass für die Umsetzung allein ich verantwortlich bin. Das akzeptiert er und hat deshalb meinen vollen Respekt.
     
  • RR: Alex muss man von einer Sache vollends überzeugen. Man kann ihm nicht einfach etwas aufdrücken. Doch wenn er von etwas überzeugt ist, dann bleibt er richtig dran. Unsere Diskussionen und konstruktiven Streitgespräche sind einfach sehr befruchtend, auch wenn wir dann nicht mit Wattebällchen werfen.
     

Wie besprecht ihr beispielsweise die Verpflichtung von Neuzugängen?

  • AZ: Wenn Ralf einen Spieler vorschlägt, ist klar, dass dieser eine gewisse Qualität hat. Außerdem haben wir eine hervorragende Scouting-Abteilung. Wenn diese einen Spieler entdeckt, kann ich darauf vertrauen, dass er unseren Anforderungen entspricht.
     
  • RR: Ich stelle meistens den ersten Kontakt her. Alex sieht den Spieler dann in Videos und im besten Fall sogar live. Die finale Entscheidung liegt bei ihm, denn er muss als Trainer mit dem Spieler arbeiten.

  • AZ: Für mich ist vor allem wichtig, zu wissen, wie der Spieler charakterlich tickt, und das kann ich nur in einem persönlichen Gespräch herausfinden. Wir spielen wie alle auf eckige Tore und elf gegen elf – doch unsere Philosophie muss ein Spieler leben, deshalb ist die Mentalität entscheidend. Kein Trainer der Welt kann meine Mannschaft besser einschätzen als ich. Da ist es von Vorteil, dass Ralf noch wie ein Trainer denkt und genau weiß, dass ich die erste Anlaufstelle für die Spieler bei Fragen und Problemen bin.
     
  • RR: Richtig! Dafür ist allein Alex zuständig, alles andere würde nur seine Führungskraft untergraben. Ich melde mich bei den Spielern zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder wenn einer unserer Jungs Vater wird.

Seid ihr zufrieden mit unseren sieben Sommer-Neuzugängen?

  • AZ: Ja, das sind wir. Ich möchte noch einmal betonen, dass bei uns ein Neuzugang nicht am ersten Spieltag in der Startelf stehen muss – er sollte bereit sein, mit sich arbeiten zu lassen, sich zu entwickeln. Gegen Saarbrücken waren zum Beispiel fünf unserer sieben Neuen von Beginn an dabei, davon vier jünger als 23 Jahre.
     
  • RR: Wir vertreten den Grundsatz, dass ein Spieler zu uns kommen muss, um den nächsten Karriereschritt zu machen. Deshalb wollen wir den Weg mit vorwiegend jungen Spielern gehen, die wie Yussuf Poulsen oder Joshua Kimmich das Potenzial haben, auch in höheren Ligen Leistungsträger bei uns zu sein.

Wie beurteilt ihr die Entwicklung bei unseren Fans?

  • AZ: In der letzten Saison waren es im Schnitt 7.500, jetzt kommen über 12.000 pro Spiel – das ist fantastisch und unterstreicht den sehnlichen Wunsch der Leipziger, Bundesliga- Fußball zu sehen. Wir wollen die Menschen auf unserem Weg mitnehmen und unsere Ziele gemeinsam erreichen. Wenn ich in der Stadt angesprochen werde, habe ich immer stärker das Gefühl, dass uns dies gelingt.

    Auch unsere Fans entwickeln sich. Es gab in der letzten Saison eine Phase, wo plötzlich gepfiffen wurde, obwohl wir gewonnen hatten, weil die Angst da war, dass es wieder nicht funktionieren könnte. Unsere Fans dürfen kritisch sein, mussten aber auch lernen, eine Sensibilität für die Mannschaft zu entwickeln.
     
  • RR: Die Zuschauerzahlen sind klasse, und das Verhältnis Fans und Mannschaft ist sehr wichtig. Ich würde sogar sagen, dass die Fans seismografisch reagieren – abhängig davon, was auf dem Platz passiert.

    Wir wollen erfolgreichen und guten Fußball spielen, permanent attackieren, den Gegner von unserem Tor weghalten – und das als Team. Wenn uns das gelingt, kann man uns nur gut finden. Mehr Druck, als Alex und ich uns selbst machen, kann keiner von außen erzeugen. Aber in unserer Entwicklung gibt es Zwischenschritte, und dafür ist ein gewisses Fingerspitzengefühl notwendig.

 
Ralf, das erste HEIMSPIEL-Interview prägte das Zitat: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht – doch man kann es düngen und so dafür sorgen, dass es schneller wächst.“ Was ist der Dünger für unseren Erfolg?

  • RR: Wertschätzung und der Wille, etwas besser zu machen. In erster Linie sind wir Fußballlehrer. Wer an seine Schulzeit zurückdenkt, erinnert sich meist an die Lehrer, die zwar streng waren, aber einem das Gefühl gegeben haben, sich zu freuen, wenn eine gute Note gelingt.

    Es muss die größte Motivation sein, jemanden an der Seite zu haben, der einen weiterbringt und besser machen möchte. Zur Wertschätzung gehört auch der faire Umgang mit den Spielern. Kurz nach unserem Antritt im Sommer 2012 mussten wir fünf Spielern mitteilen, dass wir nicht mit ihnen planen. Wir waren ehrlich und suchten gemeinsam mit ihnen nach Lösungen.
     
  • AZ: Unser Dünger ist das Fordern und Fördern!
     

Wie forderst und förderst du die Spieler zum Beispiel zur Halbzeitpause?

  • AZ: Ich versuche in der Kabine nicht draufzuhauen, wenn etwas nicht lief, auch wenn ich die Faust in der Tasche schon geballt habe. Da muss man seine Emotionen im Griff haben. Das gelingt nicht immer (lacht). Deshalb fahre ich mich zwei Minuten runter, bevor ich zur Mannschaft gehe. Ziel ist es in der Regel, den Spielern Lösungen mit auf den Weg in den zweiten Spielabschnitt zu geben.
     
Tauchst du auch in der Kabine auf, Ralf?
  • RR: Das war anfangs eine sehr wichtige Frage! Wo bin ich während des Spiels, sitze ich mit auf der Bank? Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, weil die Kameras dann wohl mehr darauf geachtet hätten, was Alexander Zorniger und Ralf Rangnick auf der Bank treiben. Außerdem kann man das Spiel von der Tribüne aus auch etwas besser beobachten. In die Kabine gehe ich nur selten. In der Halbzeit war ich dort nur im Pokalspiel in Neugersdorf. Wenn ich Alex etwas zu sagen hätte, würde ich ihm wohl einen Zettel zustecken.
     
  • AZ: Die Zeit in der Pause ist überschaubar, also muss ich dort als Trainer Dinge in einer Art ansprechen, die zu mir passt, sodass die Botschaft auch ankommt.
     
  • RR: Es ist nachgewiesen, dass ein Spieler überhaupt nur drei bis vier Botschaften verarbeiten kann. Wenn man zehn Minuten alles Schlechte thematisiert, bleibt keine Zeit, um zu sagen, wie es besser laufen kann. Ein Fußballspiel ist wie ein Puzzle aus hundert Teilen, und wir wollen den Spielern in unserem Portfolio alle Teile anbieten.
     

Ralf, dein Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ 1998, als du die Viererkette erklärt hast, ist legendär. Empfindest du eine gewisse Genugtuung, dass heute so Fußball gespielt wird, wie du es schon vor 15 Jahren beschrieben hast?

  • RR: Nein, Genugtuung empfinde ich nicht. Ich war eine Art Überzeugungstäter, da wir mit Ulm  gerade die Zweite Liga gerockt haben. Ich war damals aber auch etwas naiv und habe die Befindlichkeiten der Fußballbranche unterschätzt.
     

Du meinst die eine oder andere Äußerung von älteren Trainern wie Erich Ribbeck, der von „Binsenweisheiten“ sprach!

  • RR: Ja, zum Beispiel. Aber da gibt es eine nette, wohl erfundene Anekdote. Erich Ribbeck trainierte damals die deutsche Nationalmannschaft, die aus heutiger Sicht einen recht biederen Fußball spielte. Als er mit seiner Frau auf der Couch saß und meinen Auftritt im „Sportstudio“ sah, soll seine Frau gesagt haben: „Erich, der junge Mann kann das aber gut erklären. So solltest du mal spielen lassen!“
     
  • AZ: Ralf hat mit diesem Auftritt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Bei Franz Beckenbauer erinnern sich alle an den Schuss auf die Torwand vom Weizenbierglas, bei Ralf an diese Erklärung der Viererkette.
     

Einen legendären „Sportstudio“-Auftritt hattest du noch nicht, aber ein Fernsehbeitrag war zumindest sehr einprägend!

  • AZ (lacht): Eine witzige Geschichte, mit den alten Bildern von mir als Spieler, immer mit der Zunge zwischen den Zähnen. Die Frisuren hat man damals einfach so getragen – Alexander Zorniger mit blondem Haar, herrlich! Die Spieler haben mich darauf übrigens noch nicht angesprochen. Aber die Weihnachtsfeier kommt ja noch!
     

 Und die Zunge ist zurück! Beim Jubel in Saarbrücken warst du ungewohnt enthusiastisch!

  • AZ: Stimmt! Manchmal muss es einfach raus! Zudem war der Weg zu der jubelnden Spielertraube nicht so weit, und ich bin einfach mit dazugesprungen.

Eine überragende Hinrunde, fantastische Fans und Zukunfspläne im ersten Teil der ServusTV-Reportage.
RB Leipzig - ein Verein ist in Leipzig und der Region angekommen! Die ServusTV-Reportage Teil II.

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