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"Gennaro Gattusos Wille und Bissigkeit faszinieren mich!"

Diego Demme spricht im Interview über seine italienischen Wurzeln, sein großes Vorbild und über den nächsten Gegner

Seit 35 Tagen ist Diego Demme ein Leipziger Bulle und schaffte sofort den Sprung in die Stammelf. Nach einem Monat und drei Spielen im RBL-Trikot wird es nun Zeit, für das erste Interview mit unserem 22-jährigen Mittelfeldspieler, der in der Winterpause vom Zweitligisten SC Paderborn nach Leipzig wechselte.

Der Halbitaliener erzählt, was ihn mit dem ehemaligen Superstar Gennaro Gattuso verbindet, wann bei ihm der Italiener durchkommt und worauf er in seiner Profikarriere noch wartet.

Spielerprofil

Diego, du bist seit Januar ein Roter Bulle. Wie hast du dich eingelebt?

"Ich habe mich vom ersten Tag an rundum wohlgefühlt! Dieses Gefühl ist auch eine wichtige Bestätigung, dass es der richtige Schritt war, nach Leipzig zu wechseln. Dennoch war ich positiv überrascht, wie ich hier aufgenommen wurde."

Überrascht, weil?

"Wenn man neu in eine Mannschaft kommt, weiß man nie, wie schnell man integriert wird. Aber bei uns herrscht ein großartiger Teamgeist. wir sind eine junge Truppe, dadurch wurde es mir wirklich leicht gemacht. Das ist nicht alltäglich, es gibt auch andere Mannschaften, wo das nicht so einfach funktioniert."

Bei deinem Vornamen Diego schlägt das Fußballherz bei vielen Fans sofort höher...!

"(lacht) Das stimmt. Mein Vater stammt aus Süditalien. Als ich auf die Welt kam, wurde Diego Armando Maradona überall verehrt – auch von meinem Vater. Deshalb stand für ihn fest, dass ich nach dem argentinischen Ausnahmefußballer benannt werde, der ja auch viele Jahre in Italien für Neapel gespielt hat.

Wie viel Italiener steckt in dir?

"Ich denke, dass in mir ein halber Deutscher und ein halber Italiener steckt. Allerdings spreche ich nicht fließend Italienisch. Mein Vater war früher viel unterwegs und meist nur am Wochenende bei uns. Deshalb haben wir unter der Woche deutsch gesprochen. Ein bisschen was habe ich trotzdem aufgegriffen, aber perfekt kann ich es nicht. Das wird dann immer aufgefrischt, sobald wir im Italien-Urlaub sind."

Was ist typisch deutsch an dir, und wann kommt der Italiener durch?

"Das Essen zu Hause ist auf jeden Fall italienisch. Ich liebe Pasta! Meine Disziplin und meine Pünktlichkeit sind dagegen eher typisch deutsch."

Und auf dem Fußballplatz?

"Schwer zu sagen. Es ist zwar nicht wirklich etwas typisch Italienisches, aber mein Vorbild war immer Gennaro Gattuso, die Legende vom AC Mailand. Seine Bissigkeit und seinen Willen fand ich herausragend. Auf dem Platz versuche ich ähnlich wie Gattuso zu spielen – immer alles zu geben und positiv aggressiv aufzutreten. Zudem bin ich Milan-Fan und verfolge deshalb den italienischen Fußball."

Hast du auch einen Lieblingsverein in Deutschland?

"(grinst) Jetzt natürlich RB Leipzig! Ansonsten gibt es keinen Favoriten, auch wenn ich mir die deutschen Ligen natürlich gern anschaue."

 

Auf dem Platz versuche ich ähnlich wie Gattuso zu spielen – immer alles geben und positiv aggressiv auftreten.

Gibt es - neben dem Fußball - noch andere Dinge, die dich interessieren?

"Ja, vor allem Fitness und Ernährung. Zusätzlich zu unseren Trainingseinheiten gehe ich gern ins Fitnessstudio. Seit ich 19 bin, beschäftige ich mich intensiv mit diesem Thema. Der Körper leistet schließlich viel in unserem Job. Deshalb muss er auch gepflegt werden."

Wie informierst du dich über die perfekte Ernährung oder die aktuellste Fitnessübung?

"Es gibt eine App, wo ich die neuesten Trends abrufen kann. Dort erscheinen täglich Fitnessprofile, wie sich beispielsweise Leichtathleten ernähren und wie sie trainieren. Das lese ich mir durch – auch wenn ich nicht jede Übung selbst mache. Dennoch schnappt man viel auf, wie man sich verbessern kann. Ich liebe es auch, viel draußen unterwegs zu sein – am liebsten mit dem Hund."

Da bist du ja in unserer Mannschaft mit vielen Hundebesitzern in bester Gesellschaft. Was hast du für einen Hund?

"Zuhause in Herford haben wir sogar zwei – einen belgischen Schäferhund und einen Mischling. Hier in Leipzig habe ich noch keinen Hund, aber ich war Anfang der Woche auf dem Weg zum Tierheim. Leider hatte das genau an diesem Tag geschlossen, aber ich werde demnächst noch einmal vorbeischauen.

Man muss nicht immer Hunde vom Züchter kaufen. Den Hunden im Tierheim geht es schlecht und so kann ich meinen Teil dazu beitragen, dass sie ein besseres Leben haben und sich draußen richtig austoben können."

Du tobst dich im Bullen-Mittelfeld so routiniert aus, als ob du schon Jahre dabei wärst!

"Stimmt! Das liegt ganz einfach daran, dass mit Dominik Kaiser und Joshua Kimmich ähnliche Spielertypen neben mir spielen, die gleich denken wie ich. Deshalb passen auch die Laufwege und die Abstimmung sehr gut zusammen."

 

Wenn ich einen Hund aus dem Tierheim hole, kann ich meinen Teil dazu beitragen, dass sie ein besseres Leben haben und sich draußen richtig austoben können.

Euer gutes Zusammenspiel ist auch am Sonntag gefragt, wenn mit Wiesbaden der nächste schwere Gegner in die Red Bull Arena kommt. Wie schätzt du den SVWW ein?

"Das wird wieder ein echtes Top-Spiel. Wenn wir Wiesbaden auf Abstand halten, wäre das schon richtig gut! Der SVWW ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die vor allem in der Defensive kompakt steht. Wenn wir die Laufbereitschaft und die Aggressivität abrufen, die wir in den letzten beiden Spiele investiert haben, können wir auch gewinnen!"

Worin siehst du speziell deine Stärken?

"Ich denke, dass ich mit meiner Technik und der Spieleröffnung punkten kann – das ist ja auch auf unserer Position gefragt! Mein größtes Manko ist, dass ich in einem Pflichtspiel noch nie ein Tor geschossen habe."

Das wurmt dich doch ziemlich, oder?

"Solange wir die Spiele gewinnen, ist es nicht schlimm. Aber für mich persönlich wäre es mal ein geiles Gefühl! Ein paar Freunde nehmen mich mittlerweile schon auf die Schippe. Vor jedem Spiel bekomme ich eine Nachricht von ihnen, wann ich endlich mal treffe. Letzte Saison in Paderborn haben wir sogar Wetten abgeschlossen. Wir waren vier Spieler und haben uns solange einen Bart wachsen lassen, bis der erste ein Tor geschossen hat. Ich hab es irgendwann nicht mehr ausgehalten und mich rasiert (lacht)."

Für uns hast du gegen Duisburg zumindest schon ein Tor aufgelegt!

"Ich bin also auf dem richtigen Weg. Irgendwann passiert es auch! Irgendwann muss ich ja mal richtig stehen – vielleicht sogar gegen Wiesbaden...!"

 

Mein größtes Manko ist, dass ich in einem Pflichtspiel noch nie ein Tor geschossen habe.

Sebastian Heidinger im Interview mit seinem Zimmerkollegen Diego Demme.

Diego Demme - der Balljäger der Roten Bullen!

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68 Mal
lief Diego bereits in der 2. Bundesliga auf.
180 Minuten
stand Diego in den ersten drei Spielen 2014 auf dem Platz.
31
– diese Rückennummer trägt er auf dem Bullen-Trikot.

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