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"Das Spiel gegen Hertha BSC wird eine richtige Standortbestimmung.“

Alexander Zorniger im Kurzinterview vor der Generalprobe gegen Hertha BSC am Samstag | "Die Neuzugänge heben unsere Qualität weiter!"

Unser Trainer Alexander Zorniger spricht im Kurzinterview vor dem Hertha-Spiel über die Vorbereitung, die Neuzugänge und den Vorteil von Niederlagen.

Alex, nach nicht einmal zwei Wochen Pause begann die Vorbereitung. Wie bist zu mit dem Verlauf zufrieden?

Klar, der Urlaub war kurz. Doch wir verzichten gern auf vier Wochen Pause, als weiter in der Regionalliga zu spielen. Die Spieler haben richtig Lust zu arbeiten. Die Mannschaft ist in den Testspielen sehr konzentriert aufgetreten. Wir gehen gut gerüstet in die neue Saison.

Du bist jetzt ein Jahr Trainer der Roten Bullen. War diese Vorbereitungsphase einfacher als 2012?

Auf jeden Fall. Mein Grundprinzip vom Fußball ist in die Spieler übergegangen. Sie wissen zum Beispiel jetzt genau, wann sich bei einer Standardsituation ein Trick anbietet und wann nicht. Sie haben ein viel besseres Gefühl für unsere Spielphilosophie und brauchen nicht mehr so viele Anstöße.

Zum Abschlusstest treten wir gegen den Bundesligisten Hertha BSC an. Eine gute Generalprobe, oder?

Gegen einen Bundesligisten ist man noch einen Tick fokussierter, geht noch intensiver ins Spiel. Aber wenn man Grimma ausklammert, waren auch alle vorherigen Testgegner echte Härtetests gegen ambitionierte Mannschaften, wo wir mit Vollgas dagegenhalten mussten.

Hertha hat große, schnelle und athletische Spieler. Jeder muss gegen Berlin seine individuelle Leistungsstärke abrufen bzw. sogar darüber hinausgehen, um dann auch die mannschaftliche Leistungsfähigkeit auf den Platz zu bringen.

 

Gegen Basel und Køge setzte es deine ersten Niederlagen überhaupt. Wie war deine Reaktion?

Niederlagen schärfen die Sinne. Wir haben so weitere Ansatzpunkte, wo wir korrigieren und uns verbessern müssen. Nach einem Jahr ohne Niederlage war es gut zu merken, dass wir Spiele auch verlieren können.

Sieben Spieler verstärken unseren Kader. Wie haben sich unsere Neuzugänge integriert?

Wir haben eine sehr homogene Mannschaft, die es den neuen Spielern leicht macht, sich einzuleben. Alle Neuverpflichtungen haben eine starke individuelle Qualität, die unser Niveau weiter hebt. Diese müssen wir nun in unser Spiel einbinden. Das ist ein Prozess, aber wir sind auf einem guten Weg.

In den Vorbereitungspartien hast du ein 4-3-3-System ausprobiert. Ist das auch eine Option für die Pflichtspiele?

Ja. Neben dem 4-4-2 und dem 4-3-1-2 haben können wir dann drei Formationen spielen bzw. unser System auch im Spiel wechseln.

Hast du schon eine Startelf für den Auftakt in Halle im Kopf?

Nein, aber das Hertha-Spiel ist schon ein Fingerzeig in Richtung erster Spieltag. Wie genau wir gegen Halle auftreten werden, entscheiden wir in den Tagen vor dem Auftakt.

Die überragenden Vorverkaufszahlen zeigen, dass auch unsere Fans auf den Saisonstart brennen!

Wir haben die Schlangen vorm Red Bull Shop gesehen – unglaublich. Auch die Fans haben sich im Laufe der letzten Saison extrem weiterentwickelt.

Wir brauchen uns von Kritikern nichts einreden lassen, wollen keinen Beliebtheitspreis. In Leipzig gibt es einen riesigen Zuspruch für den Verein, den so wohl keiner erwartet hätte. Das macht uns stolz.

Mit welchen Zielen gehen wir in die Drittliga-Saison?

Unser Ziel ist es zunächst, schnell in der 3. Liga anzukommen. Zudem wollen wir die Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft weiter ausbauen.

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