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Remis zum Saisonstart gegen Union Berlin II

1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Union Berlin II |7.194 Zuschauern in der Red Bull Arena

Unsere Mannschaft kontrollierte das Spiel über 90 Minuten Union, zeigte sich aber als taktisch guter Gegner, der geschickt verteidigte und die Offensivaktionen unserer Mannschaft immer wieder unterband. Nach 20 Minuten hatte die Elf von Alexander Zorniger die Anfangsnervosität abgelegt und kombinierte nun sicherer, in Führung ging jedoch Union!

Daniel Ujazdowski traf nach einer guten Einzelaktion von der Strafraumgrenze zum 1:0 für Berlin (35.). Die Antwort unserer Jungs folgte zehn Minuten darauf, als Daniel Frahn nach einem Torwartfehler aus dem Gewühl heraus in Torjägermanier zum 1:1 vollendete (45.).
 

In die zweiten 45 Minuten starteten die Leipziger Bullen dann mit Vollgas-Fußball, verpassten es aber, eine der guten Gelegenheiten zur Führung zu nutzen. Stefan Kutschke flog zudem in der 71. Minute nach einer unglücklichen Aktion mit Gelb-Rot vom Platz, sodass unsere Jungs 20 Minuten in Unterzahl um den Dreier kämpften. Den hätten auch die Gäste mitnehmen können, aber Bullen-Torwart Fabio Coltorti parierte zweimal glänzend (63., 83.).


Ausführlicher Spielbericht:

Selbe Startelf wie im letzten Testspiel | Leipzig kontrolliert Spiel | Wenig Großchancen

Alexander Zorniger veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Testspiel nicht und ließ im bewährten 4-4-2-System beginnen. Marcus Hoffmann (Adduktorenzerrung) stand ebenso wie Roman Wallner und Jeremy Karikari (Einsatz bei der U23 am Freitag) und die verletzten Spieler Tom Nattermann, Umut Kocin, Andreas Kerner und Matthias Hamrol nicht im Kader.


Man merkte unserer Mannschaft eine gewisse Nervosität an, die Roten Bullen waren deshalb zunächst auf Ordnung im eigenen Spiel konzentriert. Die Gäste aus der Hauptstadt standen gut sortiert, agierten zweikampfstark und lauerten auf schnelle Gegenangriffe. Dennoch bestimmten die Rot-Weißen die Partie. Thiago Rockenbachs Schuss aus 20 Metern war die erste Offensivszene, Kilian Pruschke im Union-Kasten parierte problemlos (6.).

Fünf Minuten später verpasste Sebastian Heidinger ein langes Anspiel von Juri Judt nur um Zentimeter (11.). Judt war nach 17 Minuten selbst in aussichtreicher Abschlussposition, verpasste es aber, abzuziehen. Auch die nächste Aktion resultierte aus einem öffnenden Diagonalpass von Judt, Tim Sebastian setzte sich energisch durch, der Kopfball setzte einen Meter neben dem Pfosten auf (23.). Zuvor klärte Fabio Coltorti per Kopf nach einem zu kurzem Rückpass von Sebastian (21.).

Bullen erhöhen Tempo und Druck | Aber: Union-Führung durch Ujazdowski | Frahn gleicht Sekunden vor der Pause aus

Unsere Jungs erhöhten den Druck, eine sehenswerten Kombination über Frahn und Dominik Kaiser kam Kutschke nur zu einer unpräzisen Flanke (26.), Frahns Knaller aus spitzem Winkel wurde noch zur Ecke abgefälscht (29.). Zuvor kam Berlin durch Steven Skrzybski zum ersten Abschluss, der aber deutlich vorbei ging (28.).

Mit der zweiten Union-Chance folgte die kalte Dusche für unsere Jungs. Daniel Ujazdowski zog von der rechten Außenbahn nach innen, wurde von Tim Sebastian nicht entscheidend gestört und knallte die Kugel von der Strafraumgrenze ins rechte Dreiangel - Coltorti war ohne Abwehrchance (35.).

Die Roten Bullen wirkten unbeeindruckt, erhöhten nach dem Rückstand noch einmal das Tempo und wollte unbedingt vor der Pause noch ausgleichen. Rockenbachs Kopfball (38.) und Henrik Ernst Schuss aus 15 Metern (39.) waren zunächst sichere Beute von Pruschke im Union-Tor. Doch in der 45 Minuten verschätzte sich der Torwart nach einer Kaiser-Flanke und aus dem Gewühl heraus stocherte unser Kapitän den Ball zum verdienten 1:1-Ausgleich und Halbzeitstand über die Linie (45.).


Müller für Koronkiewicz | Vollgas-Fußball der Roten Bullen
 

Unser Trainer brachte in Halbzeit zwei Christian Müller für Patrick Koronkiewicz - die Leipziger kamen mit Vollgas aus der Pause und drängten Union tief in deren Hälfte. Durch das aggressive Pressing unserer Elf verlor Stephan Gill den Ball an den nachsetzenden Kutschke, der anschließend allein auf Pruschke zulief. Der Schlussmann der Berliner klärte mit einer starken Parade (51.). Wenig später wurde Kutschkes Kracher abgeblockt (55.), Müllers Distanzschuss strich nur knapp am Union-Gehäuse vorbei (56.).


Berlin blieb über Konter weiterhin kreuzgefährlich und vergab in der 63. Minute die erneute Führung. Mitten in der Druckphase unser Mannschaft tauchte wieder Ujazdowski frei im Strafraum auf, Coltorti zeigte seine ganze Klasse und parierte mit einem Riesen-Reflex gegen den Stürmer.

Röttger für Heidinger | Spiel wird hektischer | Kutschke fliegt vom Platz

Um das Offensivspiel weiter zu beleben, brachte Alex Zorniger Timo Röttger für Sebastian Heidinger (63.) und unsere Elf spielte sich weiter gute Möglichkeiten heraus. Röttgers abgefälschter Distanzschuss (68.) flog aber ebenso neben das Tor wie Frahns Kopfball nach guter Müller-Flanke (69.).


Anschließend wurde es hektisch auf dem Rasen. Kutschke sah nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Beim folgenden Freistoß schossen die Berliner den Stürmer an, Schiedsrichter Norbert Giese wertete die Aktion als unsportliches Verhalten von Kutschke und schickte ihn mit Gelb-Rot frühzeitig zum Duschen (71.).

Das Spiel war nun von vielen Fouls, Nickligkeiten und Unterbrechungen geprägt - dennoch gaben die Leipziger Bullen alles, um noch das Siegtor zu erzielen. Zorniger zog mit Carsten Kammlott (für Ernst, 78.) die nächste Offensivoption, Rockenbach rückte ins zentrale Mittelfeld. Aber bis auf einen zu schwachen Schuss von Frahn nach Röttger-Pass (82.) und einen Seitfallzieherversuch von Kammlott (84., abgepfiffen), kamen unsere Jungs nicht mehr entscheidend vors Union-Tor.


Auf der Gegenseite hielt Coltorti den Punktgewinn fest, als er in der 83. Minute mit einer überragenden Reaktion im Eins-gegen-Eins-Duell mit Skrzybski Sieger blieb.

Fazit:

Es war sicher kein optimaler Saisonauftakt der Roten Bullen, mit einigen Baustellen aber vielen guten Ansätzen für die Saison. Vor allem im zweiten Spielabschnitt zeigten unsere Jungs streckenweise ihr Potenzial und hatten mit dem Platzverweis gegen Stefan Kutschke etwas Pech, da die Mannschaft in dieser Phase auf dem Weg zur Führung war.


Union II präsentierte sich als spielstarker und gut organisierter Gegner, der sehr gut dagegenhielt. Alles in allem eine durchaus gerechte Punkteteilung.


Nach einer Woche Punktspielpause geht es für die Rot-Weißen am 26. August (13.30 Uhr) bei der TSG Neustrelitz weiter. Am kommenden Freitag (17. August) spielen die Roten Bullen im RB-Trainingszentrum am Cottaweg gegen den Oberligisten SSV Markranstädt (Anstoß: 18.30 Uhr).

Die Roten Bullen: Coltorti - Koronkiewicz (46. Müller), Sebastian, Franke, Judt - Heidinger (63. Röttger), Ernst (77. Kammlott), Kaiser, Rockenbach - Kutschke, Frahn (C)
 

Trainer: Alexander Zorniger

 

1. FC Union Berlin II: Pruschke - Simonovic (82. Reimann), Hollwitz, Fritsche (75. Herrmann), Skrzybski, Mrkaljevic, Hofmann, Ujazdowski, Hoth, Gill, Demirkol
 

Trainer: Engin Yanova


Schiedsrichter: Norbert Giese (Großräschen)


Tore: 0:1 Ujazdowski (35.), 1:1 Frahn (45.)

Gelbe Karten: Fritsche, Simonovic, Herrmann, Hollwitz, Mrkaljevic

Gelb-Rote Karte: Kutschke (73., Foulspiel/unsportliches Verhalten)

Zuschauer: 7.194 in der Red Bull Arena

 

 

Trainer-Fazit:

Vom Ergebnis her ist es sicher unbefriedigend, auch von der Spielweise haben wir uns ein bisschen mehr erhofft. Aber das ist ein Prozess, daran arbeiten wir und sind auf einem guten Weg. Das funktioniert noch nicht in jedem Spiel gleich gut und wenn es nicht läuft, fallen wir in einige alte Muster zurück, wo ein Spieler zum Beispiel allein gelassen wird. Das ist eigentlich nicht unsere Spielweise. Wir haben zu viel mit langen Bällen auf Stefan Kutschke agiert. Aber eigentlich wollen wir über einen sicheren Spielaufbau und über schnelles
Umschalten spielen.

Vor allem das Umschaltverhalten, woran wir in der Vorbereitung schon
intensiv gearbeitet haben, hat nicht so funktioniert, weil wir zu wenige Bälle erkämpft haben.

Auch im ganzen Mannschaftsspiel lief es nicht optimal. Da waren zu viele
Aktionen, die auf den einzelnen abgestimmt waren in der Offensive, aber
auch in der Defensive. Zum Beispiel beim Gegentor: Der Verteidiger muss
das Ein-gegen-Eins-Duell gewinnen und unser ganze System basiert darauf, dass jede Position gesichert wird in der Defensive.

Was mir gut gefallen hat, war die Reaktion - wieder mal ein 0:1-Rückstand Zuhause, da kann auch im Kopf einiges schieflaufen, aber zusammen mit den Fans hat die Mannschaft das dann ordentlich gemacht.

Die Kulisse war beeindruckend. Unsere Fans haben eine hohe Erwartung. Aber sie kommen nicht nur und setzen sich hin, sondern sie stehen hinter der Mannschaft - und das ist für uns sehr wichtig!

Ich sage nicht, wir stehen am Ende tausendprozentig auf Platz eins, weil ich kein Wahrsager bin. Aber ich weiß, wie wir gerade arbeiten und wenn man sieht, dass das in dieser Arena möglich ist, dann möchte ich erleben, was hier geht, wenn alle Prozesse, die wir gerade angestoßen haben, ineinander greifen.

Es einige Sachen, an denen wir arbeiten können, und an denen werden wir arbeiten."

Weitere Stimmen von Daniel Frahn, Henrik Ernst und Dominik Kaiser im Audioplayer!
 

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