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Die Roten Bullen besiegen im Freitag-Test den SSV Markranstädt mit 2:0

Tolle Kulisse vor 1.752 Zuschauern in der Red Bull Arena | Frahn sorgt per Foulelfmeter für 1:0-Führung | Eigentor des SSV zum 2:0-Endstand

Um am punktspielfreien Wochenende im Rhythmus zu bleiben, spielten die Roten Bullen am Freitagabend in der Red Bull Arena gegen den SSV Markranstädt und gewannen die Partie gegen den Oberligisten vor den Augen von RB-Sportdirektor Ralf Rangnick sowie 1.752 stimmungsvollen Zuschauern mit 2:0.

Unsere Mannschaft bestimmte die gesamten 90 Minuten und ließ in der Defensive nur wenige Aktionen des SSV zu. In der Offensive kreierten die Jungs von Bullen-Trainer Alexander Zorniger vor allem aus schnellen Kombinationen und Spielzügen über die Außenbahnen Torchancen.


Daniel Frahn schoss mit einem verwandelten Strafstoß nach Foul an Thiago Rockenbach die 1:0-Halbzeitführung heraus; Martin Ulrich schob im zweiten Spielabschnitt schließlich eine Frahn-Eingabe von der rechten Seite ins eigene Tor.

 

Ausführlicher Spielbericht:

Drei Änderungen gegenüber dem Saisonauftakt | Viele Spielanteile, wenig klare Chancen

Für die Roten Bullen war es ein Test unter Wettbewerbsbedingungen und dementsprechend veränderte unser Trainer die Startelf im Vergleich zum Union-Spiel nur punktuell. Christian Müller und Timo Röttger bildeten wieder die Achse auf der rechten Seite (für Patrick Koronkiewicz und Sebastian Heidinger), Carsten Kammlott stürmte für Stefan Kutschke neben Daniel Frahn. Es entwickelte sich sofort eine interessante Partie mit vielen Zweikämpfen und einem Gegner aus Markranstädt, der gut organisiert war und die Räume geschickt verengte. Nach vier Minute setzte Röttger ein erstes Achtungszeichen, sein Schuss aus 18 Metern ging aber einen Meter am SSV-Tor vorbei. Die folgenden Schussversuche von Henrik Ernst (6.) und Thiago Rockenbach (15.) wurden im letzten Moment abgeblockt bzw. zur Ecke geklärt. Besonders Rockenbach wirkte sehr agil und zog von der Außenbahn immer wieder ins Zentrum. Doch auch die nächste Szene unseres Brasilianers klärte die Gästeabwehr, nachdem Rockenbach seinen Gegenspieler bereits ausgetanzt hatte (23.).

Frahn-Elfer zum 1:0 | Markranstädt verteidigt geschickt

Die Nummer zehn der Leipziger Bullen war anschließend entscheidend am Führungstor beteiligt. Nach einer sehenswerten Kombination im Mittelfeld wurde Rockenbach im Sechzehner von den Beinen geholt - kein klarer, aber vertretbarer Elfmeter, da der Gegenspieler Ball und Spieler traf. Unser Kapitän trat an und versenkte die Kugel unten rechts zum 1:0 (31.).
Klarer war die nächste Situation, als Kammlott nach gutem Antritt gelegt wurde, diesmal blieb der Pfiff vom ansonsten umsichtig agierenden Schiedsrichter Matthias Lämmchen jedoch aus (34.). In den Minuten vor der Pause fehlte unseren Jungs etwas die Durchschlagskraft im Angriffsspiel, auch Markranstädt kam nicht zu zwingenden Offensivaktionen.

Heidinger für Ernst, Rockenbach zentral | Mit Druck und Tempo aus der Pause | 2:0 durch Eigentor

In der Halbzeit stellte Alex Zorniger etwas um. Sebastian Heidinger kam für Ernst und beackerte nun die linke Außenbahn. Dafür rückte Rockenbach ins zentrale Mittelfeld neben Dominik Kaiser. Diese offensivere taktische Variante fruchtete sofort, denn unsere Elf begann wesentlich druckvoller und erzielte infolgedessen fünf Minuten nach Wiederanpfiff das 2:0. Frahns Flanke von der rechten Seite verpasste Heidinger nur knapp, doch SSV-Abwehrspieler Martin Ulrich bugsierte den Ball unfreiwillig über die Linie (50.). Kurz darauf verpasste Heidinger einen tollen Röttger-Pass nur um Zentimeter (53.). Unsere Fans genossen den Fußballabend bei bestem Wetter und nach genau einer Stunde dröhnte der RBL-Wechselgesang durch die Red Bull Arena. Zuvor sahen die 1.752 Zuschauer einen der schönsten Spielzüge. Der Ball lief direkt über mehrere Stationen, Frahn ließ mit einem starken Dribbling zwei Gegenspieler stehen, seinen Rückpass erwischte Kammlott aber nicht voll, sodass dessen Schuss knapp am SSV-Kasten vorbeiflog (55.).

Klasse Atmosphäre im Stadion | Gute Gelegenheiten für Tore | Sieben weitere Wechsel

Die nächste Gelegenheit hatte Müller, der von Rockenbach mit einem perfekten Pass in die Tiefe eingesetzt wurde, schoss jedoch ebenso neben das Tor (58.). Wenig später konnte sich der Markranstädter Schlussmann René Hartleib auszeichnen, als er einen Rockenbach-Freistoß aus 22 Metern mit einer Glanztat über die Querlatte fingerte (70.). Frahn hatte in der 72. Minute ebenfalls das dritte Tor auf dem Fuß - scheiterte auch an Hartleib, den abgewehrten Ball donnerte Kaiser übers Tor. Zuvor hatte Zorniger bereits Roman Wallner (für Kammlott, 70.) gebracht. In der 75. Minute folgten sechs weitere Wechsel. Markranstädt hätte in der 77. Minute verkürzen können, vergab diese Doppelchance jedoch. Auch unseren Jungs sollte kein weiteres Tor gelingen. Stefan Kutschke stand nach präzisem Kaiser-Anspiel nur minimal im Abseits (81.), Roman Wallners Flatterball (83.) konnte der eingewechselte Alexander Moritz im SSV-Gehäuse genauso parieren wie Rockenbachs Schuss aus 20 Metern als letzte Aktion der Testbegegnung (85.).
 

Trainer Alexander Zorniger:

Ich kann sicher nicht ganz zufrieden sein, da nicht alles so funktioniert hat, wie wir uns das vorstellen. Für die Spieler war es wichtig, unser Spielsystem in unserem Stadion weiter zu verinnerlichen und umzusetzen - deshalb haben wir bewusst in der Red Bull Arena getestet, um die Orientierung in den Räumen zu trainieren. In der Defensive haben wir wieder gut gestanden und nichts Entscheidendes zugelassen. Das Arbeiten gegen den Ball und das frühe Ballgewinnen müssen wir weiter verbessern. In der ersten Halbzeit waren wir außerdem oft zu wenig in Ballnähe. Das hat mit der Umstellung von Thiago Rockenbach ins zentrale Mittelfeld dann gut funktioniert. Insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt gegen einen unbequemen Gegner, den wir wieder für uns entscheiden konnten.
 

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